Nachdem nun eines der größten beruflichen Projekte, an denen ich je mitgewirkt habe in die „Zwischenzielgerade“ geht und ich meine saisonale Erkältung fast hinter mir habe, gilt es den alten Plan wieder aufzunehmen. Ich rede von meinem 2018 Laufplan der (angepasst) zum 2019 Laufplan wird.
Im Jahr 2009 schrieb ich bereits einen kurzen aber klaren Bogartikel gegen die Zeitumstellung. Hauptargument damals: Meine kleinen Kinder waren tagelang durch den Wind. Ich persönlich war auch vorher nie ein Freund davon.
Spannend: Ich habe bei einer kurzen Recherche im Netz nicht vieleArtikel gefunden, die sich ausgiebiger mit den Vor- und Nachteilen der Zeitumstellung befassten. Rühmliche Ausnahme, der Artikel “Endlich Frühling! Und alle sind müde …”.
Über weitere Links mit Fakten in den Kommentaren würde ich mich freuen!
Ich bringe hier nun ein weiteres Argument mit in die Diskussion, das vielleicht nicht wirklich viele Menschen so sehr betrifft wie mich und meine Kolleginnen und Kollegen:
Für längere Texte benutzte ich (hauptsächlich auf Arbeit) gerne das Programm Scrivener mindestens für einen ersten Entwurf, bevor ich das Dokument dann je nach Bedarf in Word, LaTeX, MultiMarkdown, … weiter bearbeite. Scrivener 3 ermöglicht dabei sogar komplett wie gewohnt WYSIWYG zu schreiben und automatisch in verschiedene Formate zu wandeln.
Scrivener beim Erstellen dieses Artikels
Nun war das Konfigurieren einer für mich angenehmen Arbeitsumgebung für wissenschaftliche Veröffentlichungen aber etwas steinig. Viele Hilfene, die man im Netz findet beziehen sich noch auf Scrivener 2. Deshalb fasse ich in diesem Artikel meinen Weg zusammen, um es dem einen oder der anderen leichter zu machen und für mich, damit ich nicht vergesse, wie das alles funktioniert.
Da ich den Artikel selbst natürlich auch mit Scrivener 3 geschrieben habe, war es nicht schwierig, neben dem Blogpost (Markdown) auch die PDF-Variant zu erstellen. Ferner stelle ich mein Scriverner Format Scientific Paper hiermit auch zur Verfügung.
Es war im Grunde die DSGVO, die mich noch einmal gezwungen hat darüber nachzudenken, ob und wenn ja wie dieses Blog hier weiterleben soll.
Warum? Zum einen musste die Konfiguration und mussten Informationen auf den Seiten angepasst werden, zum anderen mussten wir einige rechtliche Fragen neu bewerten. Danke bei dieser Gelegenheit an die Bloggerinnen und Blogger, die im Vorfeld Artikel zur Vorbereitung auf die DSGVO geschrieben haben! Denn von verschiedener Seite wurde es uns ja evtl. aus guten Gründen nicht leicht gemacht.
Ich denke gerade: “Mensch so schlimm kann es doch nicht sein.”, während ich über diesen Artikel nachdenke. Und? So schlimm ist es auch nicht. Es hängt ja nichts davon ab. Aber machen wir uns nichts vor: Der Plan “Zweistundenzehn” ist für dieses Jahr und mich beendet.
Der Airport Night Run 2018 ist Geschichte. Die Ergebnisse sind veröffentlicht. Meine Bestzeit von 2014 habe ich um 1 Minute 25 Sekunden verfehlt. Mit meinem 1265 Platz bin ich auf jeden Fall über dem Schnitt. Allerdings in meiner Altersklasse irgendwo bei 67%, also irgendwo vor dem letzten Drittel.
Zeit: 0:58:24, Platz 1265, Altersklasse Platz 169
Wie geht es jetzt weiter? Im September möchte ich ja den Mercedes Benz Halbmarathon laufen. Wenn ich den Lauf von gestern als Status-Quo setze sagt mir My Asics voraus, dass ich 2:07:26 schaffen kann, was der Idee < 2:10 sehr gut entspricht.
Ich empfehle allen Unentschlossenen und Leuten, die niemanden mehr wählen können noch mal das Anhören der letzten Folge „Lage der Nation“.
Leider finde ich gerade die Quelle nicht mehr (vielleicht kann mir da jemand auf die Sprünge helfen). Aber ich hatte sinngemäß zum Thema Protestwahlen (wie in den USA und auch hier in Europa geschehen) den radikalen aber treffenden Vergleich gehört: Aus Protest irgendeine radikale Partei zu wählen, hauptsache „das System brennt“ sei so, als würde man sich über das Hotelzimmer, das man bekommen hat richtig aufregen und aus Protest ins Bett kacken… und müsste dann darin schlafen.
Uneinigkeit besteht darin, wie man Protest geeignet ausdrücken kann oder nicht. Auf jeden Fall ist Die Partei mein persönlicher Gewinner, was Wahlplakate angeht. 🙂
Hört auf euer Gewissen! Und dann wählt, was ihr müsst! Aber wählt! Und überlegt euch, was ihr sagen werdet, wenn man euch fragt: „Was habt ihr getan, …?“
Für alle, die morgen mit mir zusammen für die Wissenschaft und für Entscheidung auf Evidenzbasis auf die Straße gehen wollen, hier noch mal der Link zu den alternativen Fakten über die March of Science in Berlin: http://marchforscienceberlin.de/ (Schade, dass die Veranstalterin es nicht hinbekommen hat, eine anständige https-Konfiguration zu basteln.)
Für alle, die nicht dort hingehen werden gibt es in diesem Artikel von Martin Ballaschk gute Gründe dafür, dies nicht zu tun. Ich verlinke den Artikel, weil ich seinen Argumenten in weiten Teilen zustimme und zum anderen Wissenschaft genau von Kritik und Diskurs lebt und leider genau deshalb selten der Lieferant für die ganz einfachen Antworten ist.
Mindestens in eine der Kerben schlägt auch Ranga Yogeshwar in seinem Interview bei Heise.
Denn zwei Dinge dürfen nicht verwechselt werden: Die Wissenschaft muss (politisch) neutral sein, aber nicht unpolitisch. Wenn der gesellschaftliche Diskurs dem Stand der Wissenschaft wiederspricht, so ist es auch die Aufgabe der Wissenschaftler dies richtigzustellen.
Update
Die drei Artikel muss ich noch als weitere lesenwerte Quellen nachschieben: