Hoaxes, Fake News, Verschwörungserzählungen

In Zeiten der großen Unsicherheiten haben Falschmeldungen und Verschwörungsthesen Hochkonjunktur. Es gibt eigentlich niemanden, der nicht von Frage geplagt ist; angefangen von der Urlaubsplanung und der Reisewarnung über Fragen nach der Zukunft des evtl. sogar eigenen Geschäftes bis hin zur Frage nach Infektion, Gesundheit bis hin zur Angst von schweren Verläufen oder Tod.

Wie schön wäre es doch einen Schuldigen für all das zu finden oder die Gefahren und Maßnahmen einfach weg zu argumentieren.

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Human Nature – mehr als nur eine Empfehlung

Über http://zukunftmensch.com/ durfte ich die Preview von Human Nature – Die CRISPR Revolution sehen.

Ob wir wollen oder nicht: Wir sind mitten in einer Revolution in Bezug auf die Manipulation von Menschlichem Erbgut. Jeder sollte diesen Film sehen und die Prinzipien verstehen und die Fragen hören!

Es ist auch ein gutes Beispiel dafür wie sich Wissenschaft entwickelt. Joghurt-Forschung führt zur Schaffung eines Werkzeugs zur exakten Manipulation des menschlichen Genoms.

Und es gibt immer jemanden, der das unaussprechliche irgendwann tut. Mit welcher Rechtfertigung vor sich selbst auch immer.

Ich kann nur dringend empfehlen, diesen Film gesehen zu haben und am Thema dran zu bleiben. Neben all den anderen Herausforderungen unserer Zeit, findet hier etwas sehr weitreichendes statt!

Hacking, Doxing, Phishing Du Opfer!

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen um „Hackerangriffe„. Auslöser war, dass es dieses Mal sehr viele Prominente und Politiker getroffen hat. Unmittelbar darauf folgte der Fund einer richtig großen Sammlung von Passwörter. „Ein Angriff gegen unsere Demokratie!“ Bei vielen unbedarften Internetnutzer macht sich (ohnehin schon latent vorhandene) Unsicherheit breit und mausert sich zur Panik.

Dabei ist hier nichts passiert, dass von IT-Experten nicht schon lange vorhergesagt und gepredigt wurde. Leider sind die Gefahren im Netz abstrakt und es brauchte vermutlich erst die handfesten Beispiele, um IT-Sicherheit aus dem „Hätte-Sollte-Könnte“ in das „das ist auch mein Problem“ zu heben.

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FacExit

Ein sehr kluger Mann scherzte einmal, er sei ein Meister im Aufhören mit dem Rauchen – er hätte es schon hunderte Male gemacht.

Auszug: Meine Vorsätze für 2019 🙂

Seit Monaten überkommt mich immer wieder der Impuls, meinen Facebook Account zu löschen. Doch während mich das bisher immer wieder dazu brachte, dann wieder in Facebook rein zu schauen (man muss ja sehen, was man versäumen würde), ist es heute so, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wann ich das letzte Mal in Facebook rein geschaut habe. Grund war die hohe Arbeitsbelastung der letzten Monate, die ich zu Lasten meiner Online- und nicht meiner Offlineaktivitäten versucht habe abzufangen. Und ich stelle fest, ich brauche es nicht.

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Nie wieder Zeitumstellung? (Update)

Im Jahr 2009 schrieb ich bereits einen kurzen aber klaren Bogartikel gegen die Zeitumstellung. Hauptargument damals: Meine kleinen Kinder waren tagelang durch den Wind. Ich persönlich war auch vorher nie ein Freund davon.

Aktuell läuft eine Umfrage der EU zur Zeitumstellung. Ich bitte alle, daran teilzunehmen!

Spannend: Ich habe bei einer kurzen Recherche im Netz nicht viele Artikel gefunden, die sich ausgiebiger mit den Vor- und Nachteilen der Zeitumstellung befassten. Rühmliche Ausnahme, der Artikel “Endlich Frühling! Und alle sind müde …”.

Über weitere Links mit Fakten in den Kommentaren würde ich mich freuen!

Ich bringe hier nun ein weiteres Argument mit in die Diskussion, das vielleicht nicht wirklich viele Menschen so sehr betrifft wie mich und meine Kolleginnen und Kollegen:

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„Was habt ihr getan, als die Rechten wieder in den Reichstag einzogen?“

Ich empfehle allen Unentschlossenen und Leuten, die niemanden mehr wählen können noch mal das Anhören der letzten Folge „Lage der Nation“.

Leider finde ich gerade die Quelle nicht mehr (vielleicht kann mir da jemand auf die Sprünge helfen). Aber ich hatte sinngemäß zum Thema Protestwahlen (wie in den USA und auch hier in Europa geschehen) den radikalen aber treffenden Vergleich gehört: Aus Protest irgendeine radikale Partei zu wählen, hauptsache „das System brennt“ sei so, als würde man sich über das Hotelzimmer, das man bekommen hat richtig aufregen und aus Protest ins Bett kacken… und müsste dann darin schlafen.

Uneinigkeit besteht darin, wie man Protest geeignet ausdrücken kann oder nicht. Auf jeden Fall ist Die Partei mein persönlicher Gewinner, was Wahlplakate angeht. 🙂

Hört auf euer Gewissen! Und dann wählt, was ihr müsst! Aber wählt! Und überlegt euch, was ihr sagen werdet, wenn man euch fragt: „Was habt ihr getan, …?“

March for Science

Für alle, die morgen mit mir zusammen für die Wissenschaft und für Entscheidung auf Evidenzbasis auf die Straße gehen wollen, hier noch mal der Link zu den alternativen Fakten über die March of Science in Berlin: http://marchforscienceberlin.de/ (Schade, dass die Veranstalterin es nicht hinbekommen hat, eine anständige https-Konfiguration zu basteln.)

Für alle, die nicht dort hingehen werden gibt es in diesem Artikel von Martin Ballaschk gute Gründe dafür, dies nicht zu tun. Ich verlinke den Artikel, weil ich seinen Argumenten in weiten Teilen zustimme und zum anderen Wissenschaft genau von Kritik und Diskurs lebt und leider genau deshalb selten der Lieferant für die ganz einfachen Antworten ist.

Mindestens in eine der Kerben schlägt auch Ranga Yogeshwar in seinem Interview bei Heise.

Denn zwei Dinge dürfen nicht verwechselt werden: Die Wissenschaft muss (politisch) neutral sein, aber nicht unpolitisch. Wenn der gesellschaftliche Diskurs dem Stand der Wissenschaft wiederspricht, so ist es auch die Aufgabe der Wissenschaftler dies richtigzustellen.

Update

Die drei Artikel muss ich noch als weitere lesenwerte Quellen nachschieben:

Fitbit und Vector Watch: Nachtrag zu Pebble

Zufällig stoplerte ich gestern über den Hinweis, dass nun auch Vector Watch zu Fitbit gehört. Wie auch in anderen IT-Sektoren schrumpft hier die Auswahl erheblich zusammen. Die größte Auswahl dürften die Sportuhren mit Smartwatch-Funktionen darstellen gefolgt von diversen Modellen die entweder auf Android oder iOS festgelegt sind.

In den Kommentaren des Golem-Artikels kommt u.a. der Hinweis auf klassiche Uhrenhersteller, die langsam nachziehen. Vielleicht ist hier ja etwas dabei, das nachhaltiger und eher meinen Anforderungen entsprechend ist.

Hinweise nehme ich natürlich gerne als Kommentar oder via E-Mail entgegen.

Das Ende von Pebble und Erkenntnisse, die auf mich nicht zutreffen

Eigentlich sollte es hier im Blog schon sehr lange mal einen Artikel über meine geliebte Pebble Classic geben. Nachdem ich mal kurz eine SmartWatch der ersten Generation von Sony getestet hatte und für mich klar wurde worauf es für mich bei einer Uhr wirklich ankommt, nutzte ich erst sehr lange wieder meine schlichte analoge Armbanduhr, die ich von meinem Opa vererbt bekommen hatte, um mich dann vor etwas mehr als einem Jahr für eine Pebble zu entscheiden.

Wie Pebble nun auf seinem Blog bekannt gab, wurde die Firma von Fitbit aufgekauft und die Uhren werden nicht mehr länger hergestellt. Ein Softwaresupport nach nächstem Jahr scheint eher unwahrscheinlich.

Als ich auf Engadget dann las: „Was man aus dem Pebble-Verkauf lernen kann“, fühlte ich den dringenden Drang aus meiner persönlichen Perspektive heraus vehement zu widersprechen.

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Mein Senf zu zu Guttenberg

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Je schwerer die Vorwürfe sind, die gegen Personen erhoben werden, desto vorsichtiger werde ich mit vorschnellen Äußerungen. Nun ist jedoch auch für mich die Zeit gekommen, um an die Klowand des Internets zu schreiben. Bezug nehme ich dabei auf den offenen Brief, den mein Freund Olli vor einigen Tagen auf sein Blog gestellt hat.

In diesem Brief finde ich mich selbst wieder und sehe mich daher gezwungen, einige Aussagen darin zu kommentieren. Zum einen würde auch ich mir erst ein Wochenende Zeit nehmen, bevor ich zu vermeintlichen Fehlern in meiner Dissertationsschrift Stellung beziehe. Tatsächlich kenne auch ich sie nicht wirklich auswendig, habe ich doch unzählige Versionen und Korrekturen dazu gesehen. Und dann ist so eine Arbeit natürlich zum einen sehr umfangreich und zum anderen auch voll von hoch komprimierten fachlichen Aussagen und Bezügen. Es ist also durchaus legitim, seine eigene Arbeit noch mal hervorzuholen, bevor man sich dazu äußert. Fehler gibt es bestimmt auch in meiner Arbeit. Diese beziehen sich aber gewiss nicht auf falsche Zitate oder entscheidende Kernaussagen.

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