Entscheidungshilfe zur Europawahl

Ich nutze mal aus, dass ich wieder ein paar Minuten Zeit habe, weil mein Chef wieder aus dem Urlaub zurück ist und spiele Wahlhelfer. Zwei Links, die ich für meine Entscheidung nützlich fand:

Für diejenigen, die nicht vorhaben wählen zu gehen, weil sie einsichtige Gründe haben, wie z.B. dass man die zur Wahl antretenden Parteien als aufrechter Bürger gar nicht mehr unterstützen darf, sollten dann aber wenigstens auch so konsequent sein, sich dafür stark zu machen, dass wir unter die Mindestwahlbeteiligung kommen und sollten hier etwas Propaganda für den Wahlboykott machen.

10 Gedanken zu „Entscheidungshilfe zur Europawahl“

  1. Den Wahlomat kann ich auch nur jedem ans Herz legen! Habe es ausprobiert und ein für mich völlig überraschendes Endergebnis erhalten. – Aber das ich so daneben lag, beweist m.E. nur wieder wie wenig sich die Parteien an ihre eigenen Aussagen halten.

  2. Und was machen wir da jetzt? Wahlprogramme ignorieren? Parteien würfeln? Oder gibt es andere Kriterien, nach denen man sich richten kann, wenn die Wahlprogramme nichts wert sind? Oder ist da doch noch ein Funken Absicht oder Vision dahinter?

  3. Bzgl. Wahlprogramme: Man richtet sich doch nach dem, was die Parteien bisher gemacht haben, oder?

    Und wenn man Autofahrer ist, guckt man, wer die Innenstädte sperren lassen will.

  4. Ich hatte mir angesichts der zur Zeit herumhängenden Wahlplakate auch schon überlegt, die in einer besonderen Fotosammlung zusammenzustellen. Das Sprichwort „wer die Wahl hat, hat die Qual“ bekommt ja regelmäßig eine ganz neue Bedeutung – mir dreht sich bei dem wahllosen Schwachsinn immer der Magen um. Mal sehen, ob ich die Parolen noch aus dem Kopf zusammenbekomme:

    Wumms! Jetzt erst recht! (Grüne)
    Wir wollen den Euro zurück! (DVU)
    Arbeit für alle! (keine Ahnung)
    Der Zug geht nach Europa! (CDU)
    Fabrikbesitzer enteignen! (Linke)
    Heise Luft würde links wählen! (SPD)

    Wer bereits etwas Lebenserfahrung in der kapitalistischen Demokratie sammeln konnte, der weiss, dass es sogenannte Wahllügen gibt:
    Nach der Wahl stellen die Wähler meist fest, dass all die schönen Versprechungen längst vergessen sind, sobald die Wahl gewonnen ist.
    Da der Wähler aber auch bei der nächsten Wahl ganz brav irgendeinen Politiker in ein fantastisches Amt befördert, wo er mit einer privaten Krankversicherung und einem krisensicheren Monatsgehalt versorgt wird, gibt sich heute keine Partei mehr Mühe.
    Irgendein bunter Schwachsinn auf Pappe an Laterne reicht offensichtlich völlig aus, um am Ende ein geregeltes Monatseinkommen zu ergattern.
    Die Wahllüge gibts wohl heute nicht mehr – die Politiker informieren uns inzwischen ganz offen über den Unfug, den Sie nach Amtsantritt verzapfen wollen.

  5. Der Wahl-o-mat ist übrigends echt super!
    Jetzt weiss ich, warum ich nicht wählen gehen kann: Keine Partei schafft es, mehr als 50% Übereinstimmung mit meinen Ansichten zu haben.
    Das ist echt erstaunlich!
    Offensichtlich müssen sich die Parteien den gesunden Menschenverstand (von meinem Standpunkt aus gesehen) untereinander aufgeteilt haben – es ist ja grad mal nur noch 50% bei der einen oder anderen Partei übrig geblieben.

    ;)))

  6. 50% sind ja immerhin schon mal die Hälfte. Das ist doch jetzt Ansichtssache, ob das viel oder wenig ist. Wenn Du nahe an 100% kommen willst, musst Du nun einmal selbst Politik machen. Das gilt übrigens für alle, die sich nicht (mehr) repräsentiert sehen. Und da gibt es immer noch zwei Wege 1. Man sucht sich so einen 50%-Verein, steigt dort ein und überzeugt die Leute von den anderen 50% und hofft ferner, dass die insgesamt so viel Einfluss haben, dass man möglichst viele Ideen verwirklicht sieht oder 2. man muss komplett von Null eine Partei aufbauen. Das Kochrezept dazu haben wir bei den Linken gesehen. Man kann dann ja im zweiten Schritt mit einer etablierten Partei zusammengehen, um schneller über die 5%-Hürde zu kommen.

    Aber ich habe gut Reden. Bei mir gibt es in der Tat zumindest Wahlprogramme, die über 75% zu meinen Vorstellungen passen. Da habe ich einfach das Glück, angepasst genug zu sein ;-)

    Und auf den Kommentar vom dicken Ute: Ich kann meine Entscheidung auf in Hinblick auf die Vergangenheit rechtfertigen.

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