Hätte ja schön sein können…

Und da ist doch wieder mal so ein PhD-Day voll den Bach runter gegangen. Die Details hier wiederzugeben würde mich wohl noch mal einen Tag kosten. Nur so viel:

Mich erreichen per E-Mail sehr schlechte Nachrichten. Unser Rollensystem sperrt jeden Mitarbeiter aus dem Portal aus. Ich gebe Tipps von fernen und versuche weiter an meinem Artikel zu arbeiten. Zwischenzeitlich muss die Katze zum Tierarzt. Das Fell ist verfilzt und die Haut darunter ist gereizt. Die Tierärztin entscheidet, unter Narkose der Katze einen Igelschnitt zu verpassen (man beachten den Wortwitz). Wieder zu Hause (Katze muss kurz da bleiben) ist die Situation auf Arbeit eskaliert. Es folgt ein ruhiges und sehr angenehmes Mittagessen mit meinem Vater. Das Auge des Sturms, wie sich herausstellt. Die Probleme im Portal sind nicht mehr zu beseitigen. Wir beschließen unseren AG-Leiter und Chefentwickler im Urlaub anzurufen, um Details zur Wiederherstellung des Zustands von der letzen Nacht zu erfragen. Ich mache ein paar Notizen. Ich brauche einen Administrationszugang von zu Hause. Ich spreche mit dem Leiter der Server-AG. Zugang funktioniert. Ich erstelle einen Plan. Keinen Fehler machen bei der Aktion. Ein paar Telefonate, um alle Betroffenen rechtzeitig zu informieren. Zwischendurch schlechte Nachrichten von der Lieferung unserer neuen Chipkarten (elektronische Dienstausweise). Die Katze abholen. Benommen taumelt sie durch die Wohnung. Sie versucht auf die Plätze zu kommen, auf denen sie normalerweise sitzt, schafft es aber nicht, sich dort zu halten. Fällt. Ich muss sie im Auge behalten, bis sie wach genug ist. Meine Versuche, mit der Konkretisierung des Plans zur Wiederherstellung der Datenbank weiterzukommen scheitern. Mein Sohn wird nach Hause gebracht. Er hat verdammt schlechte Laune. Jetzt wird gespielt. Die Katze kotzt unters Bett. Noch immer benommen robbt sie durch die selbst verursachten Seen und verteilt sie. Der Versuch, die Katze notdürftig zu säubern wird vom Tatendrang meines Kindes beendet, das sich vorgenommen hat den Drucker zu zerlegen. Danach möchte er gerne von dem kosten, was die Katze hinterlassen hat. Also erst einmal schnell alles weg wischen. Aber hier riecht noch was anderes. Ja Windeln wechseln. Schnell Bescheid sagen, worauf bezüglich der geänderten Lieferungen der Chipkarten zu achten ist. Frau anrufen und sie vom Sport abhalten. Ich brauche hier Unterstützung. Zwischendurch die Waschmaschine an machen. Es gibt akuten Kleidungsnotstand. Und gerade wurde dieser von der Katze noch vergrößert…

Es ist jetzt halb Zwölf. Die Backup ist eingespielt. Das System ist getestet und sollte nach diversen Tests einwandfrei funktionieren, wenn die ersten um Sieben zur Arbeit kommen. Das Paper enthält ein paar Änderungen, ist jetzt aber in einem komplett inkonsistenten Zustand…

Morgen bringe ich das zu Ende. Heute bin ich es… N8!

3 Gedanken zu „Hätte ja schön sein können…“

  1. Am besten finde ich den Satz „Es ist jetzt halb Zwölf.“ – klingt nach einem echt unentspannten VOrmittag ;-)

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