Mainstage Setup

Softwaresetup auf der Bühne

Nach dem Überblicksartikel zu meinem Bühnensetup und der Erörterung der Hardware, möchte ich nun im Überblick auf die verwendete Software eingehen.

MainStage 2 ist das Kernstück der Software auf der Bühne. Hier läuft alles zusammen und von hier wird alles gesteuert. Das Bild zeigt den Editor-Modus von MainStage 2. Ich habe MainStage 2 damals zusammen mit Logic gekauft. Mit dabei war ein Satz an virtuellen Instrumenten, die gut die Standardpalette für Sounds abdecken und für mich in weiten Teilen den Sampleplayer Korg X3k ersetzen. Mittlerweile gibt es MainStage auch einzeln im Appstore in der Version 3. MainStage bietet die Möglichkeit Keyboard-Zonen und Layer zu definieren und damit beliebige virtuelle oder MIDI-Geräte anzusteuern. Ferner können Audioquellen gemischt werden. WAV-Player ermöglichen das Abspielen von Halbplaybacks und alles kann mit beliebigen Effekten belegt und gemischt werden. MainStage ersetzt damit für mich den Keyboard Sub-Mixer, die Miditemp MIDI Matrix und die Bodeneffektgeräte für Geige und Gitarre.

Massive

Massive ist für mich zum stilistisch wichtigsten Instrument in meinem virtuellem Setup geworden. Er simuliert wunderbar analoge Synthesizer und ermöglicht damit kräftige Lead-Sounds und warme Flächen. Er ersetzt für mich in weiten Teilen die Waldorf Microwave Sounds. Es gibt übrigens auch virtuelle Synthesizer von Waldorf, die ebenfalls sehr genial klingen und ein noch besserer Ersatz wären. Leider nutzen diese als Kopierschutz die DVD. Ab und an wird die Sicherung nicht erkannt. Ich habe mir die Instrumente bei einem Freund angesehen und mich wegen der Sicherungsmethode gegen die Verwendung entschieden.

Reaktor 5

Den Reaktor 5 nutze ich für perkussive und glockenartige Sounds, sowie für komplexe digital klingende Sounds und Flächen. Der Reaktor ersetzt in Teilen den Waldorf Microwave oder den X3k.

Sampletank 2

Sampletank 2 bringt eine große Zahl an Standardsounds mit und bietet eine wahre Fundgrube für alle Arten von Sounds. Leider sagen mir sehr viele davon qualitativ nicht zu. Ich benutze ihn aber gerne für Sample-Streicher und kräftige Stacks. Leider kann der Sampletank nicht wirklich den ESI 4000 ersetzen. Mir fehlen noch richtige 80er Jahre EMU-Sounds in meiner Sammlung.

Epilog

Jede Generation von elektronischen Instrumenten schafft den originalgetreuen Ersatz der vorherigen Generation nicht. Der Klang einer echten Hammond B3 ist ebenso wenig mit meinem Keyboard-Warenhaus möglich gewesen, wie ein fetter, warmer Moog-Sound. Allerdings ist der Microwave auch ein Original seiner Generation. Und wieder muss ich festhalten: Ein Massive kann einen Microwave glaubhaft imitieren. Und doch hat er das Zeug zur eigenen Legende. Ich bekomme den DD&D Sound von 1990 heute nicht mehr auf die Bühne gebracht, wenn ich nicht die alten Instrumente von Damals wieder hin stelle. Da hilft auch kein samplen von Sounds (abgesehen davon, dass das irre aufwändig ist). Die Zeit geht weiter. Die Schlepperei und das Aufbauen von damals muss ich heute nicht mehr haben. Und das Setup mit MainStage, Master-Keyboard und 8i6 hat sich nun auf verschiedenen Konzerten bewährt. Ein Konzert habe ich jedoch wegen technischer Probleme vergeigt. Ein Umstand, der zu den hier beschriebenen Detailänderungen insbesondere in der Verkabelung führte. Sicherlich werde ich diesen Aufbau im Laufe der Zeit weiter entwickeln. Wer aber einen guten Startpunkt für seine eigenen Überlegungen sucht, kann dieses Setup hier gerne als Anhaltspunkt nutzen. Gerne nehme ich bei der Gelegenheit auch Tipps und Hinweise auf, die anderen oder mir weiterhelfen könnten. So hätte ich eigentlich z.B. gerne Fusstaster, die ich direkt über MIDI oder USB anschließen könnte und zum Ändern der Sounds (Patches) in MainStage nutzen kann und die nicht auf das „Program Up“ des X3k angewiesen sind. Aber vielleicht kommen ja auch noch coole Ideen, wo man heute 80er Jahre EMU-Sounds virtuell her bekommen kann o.ä. Bei allem Gefrickel darf man auch als Keyboarder nicht vergessen. Es zählt am Ende der Gesamtsound. Und der unterstützt den jeweiligen Song und gibt ihm Seele. In diesem Sinne…

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Warum verschlüsseln wir unsere Mails nicht?

Vor kurzem war ich auf einer Sicherheitstagung des Deutschen Forschungsnetzes zusammen mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen aus dem Hochschulumfeld. Mit auf der Agenda stand wie alle paar Jahre mal wieder ein Vortrag zum Stand der E-Mailverschlüsselung. Gerade vor dem Hintergrund der Tatsache, dass durch die Snowden-Enthüllungen endlich allen klar wurde, dass das was möglich ist auch getan wird und sich in Bezug auf uns IT-Sicherheitsexperten (ich schließe mich da mal mit ein) wieder einmal gezeigt hat: „Nur weil Du paranoid bist, heißt das nicht, dass Dich nicht auch jemand verfolgt.“ Unsere Regierung gab uns letztes Jahr den Tipp: „Helft euch selbst! Verschlüsselt eure Kommunikation!“ Und während das bei Dingen wie Instant Messaging (z.B. WhatsApp, iMessage und Co) mittlerweile mehr oder weniger gut funktioniert, zeigen die Umfragen in meinem beruflichen und privaten Umfeld: E-Mails werden nur in den seltensten Fällen verschlüsselt oder signiert. Dabei ist E-Mail noch immer eines der – wenn nicht das wichtigste – Kommunikationsmedium im Internet. Und die Techniken zur Verschlüsselung stehen seit Jahrzehnten zur Verfügung.

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MainStage Setup: Hardware auf der Bühne

Teil 2 von MainStage Setup

Für das Arbeiten an neuen Stücken und für Aufnahmen benutzen wir je nach Anwendungszweck ganz verschiedene Hardware bei DD&D, die sich z.T. über die Jahre angesammelt hat. Bei Auftritten geht es jedoch darum, den Aufwand zu reduzieren, um wenig tragen, aufbauen und entstören zu müssen (siehe hierzu „MainStage Setup: Einleitung“). Im Folgenden beschreibe ich die einzelnen Hardware-Komponenten des Bühnenaufbaus und benenne Alternativen und Überlegungen dazu.

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Mainstage Setup

Mein Bühnensetup mit MainStage

Beim letzten Konzert fragte mich der Tonmann nach meinem Keyboard/Geigen-Setup, das ich mir aufgebaut hatte. Die Frage brachte mir ins Gedächtnis zurück, dass auch ich mir diese Konfiguration erarbeiten musste und es daher lohnt, die Erfahrungen und Überlegungen kurz zusammenzuschreiben, die zu diesem Aufbau geführt haben.

MainStage v.2 im Performance Mode

Ich spiele Keyboard, E-Geige und E-Gitarre live und steuere alles über ein MacBook mit einem Soundmodul mit fertigem Submix für alles. Wo nötig können wir als Band auch mit Sequenzer/Halbplayback Parts und Klick für unseren Schlagzeuger arbeiten. Und das alles über eine Software gesteuert.

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Weblog Update

Mein Weblog brauchte Anfang des Jahres unbedingt einige (auch sicherheitsrelevante) Updates. Ich nutzte die Gelegenheit, mich von einigen alten Plugins und anderem Schnickschnack zu trennen und machte der besseren Darstellung auf allen möglichen Geräten zu liebe auch eine Aktualisierung des Layouts. Ein bisschen was habe ich aufs neue Layout gerettet, damit sich jeder noch „zu Hause“ fühlt.

Wie geht es nun weiter mit diesem Blog? Nun – alles ist möglich – nichts ist verpflichtend. Wenn es ein Thema gibt, über das es zu bloggen lohnt und ich irgendwann dazu komme, es auch umzusetzen, dann werde ich es einfach tun. Wenn hier wieder ein Jahr nichts steht, ist das für mich auch nicht schlimm.

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