Alleinerziehend für 72 Stunden – … und ein Exkurs zur Lowepro Off Trail 2

Um es vorwegzunehmen: Es sind bestimmt nicht exakt 72 Stunden. Aber die Größenordnung stimmt und was tut man nicht alles für ein bisschen Dramatik im Titel eines Blogeintrags.

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Mein Sohn Dominik und ich haben heute die Mama und den Bruder zum Flughafen gebracht. Sie sind mittlerweile gut in Norwegen angekommen, wo sie einer Hochzeit beiwohnen werden. Dominik nutzte die Gelegenheit für etwas Planespotting und ich, um den neuen Kameragürtel auszuprobieren.

Bis Sonntag Abend haben Dominik und ich also „sturmfreie Bude“. Männerwochenende! Das sieht so aus, dass wir heute ausgiebig den Flughafen Tegel besichtigt haben.

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Vincenz (das ist der kleine hier unten links – nicht der mit dem Schild am Schwanz) scheint in Bezug auf Flugzeuge da eher auf meiner Linie zu sein, wie man auf dieser Aufnahme deutlich sieht.

Für mich war das die Gelegenheit, die neu erworbene Fototasche, einen Lowepro Off Trail 2 unter Realbedingungen zu testen. Den Tipp zu diesem Gürtel gab mir der Photo-Grapf. Für Streetphotography oder auf Reisen, wo man auf die große Kamera nicht verzichten möchte oder auch bei Events ist diese Tasche Gold wert.

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Man hängt sich die Tasche links auf die Hüfte und kann noch einen Rucksack tragen und ggf. auch noch weitere Objektivtaschen rechts anbringen. Erstaunlich ist jedoch vor allem das Fassungsvermögen. Ich habe getestet: EOS 10D mit Batteriegriff, Tamron 2.8/28-75mm, Tokina 4/12-24mm, Canon EF 1.8/50mm, Canon EF 1.8/80mm, Speedlite 550EX, 6 AAA Akkus, 2 Akkus für die Kamera, 3 Speicherkarten und hatte noch Platz.

Besonders faszinierend ist übrigens, dass diese Tasche endlich mal so gebaut ist, dass man schnell an alles ran kommt. Der frei gewordene Platz, wenn man die Kamera rausgenommen hat, ist die perfekte Ablagefläche für zu wechselndes Zubehör, das Endlich nicht mehr beim Rumwursteln auf den Boden zu fallen droht, wenn man sich nicht selbst jeweils auf den Boden schmeißt, um die Objektive zu wechseln oder was auch immer.

Aber zurück zu meinen 72 Stunden…

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Nachdem der Rest der Familie abgehoben war, sind Dominik und ich nach Hause gefahren, wo wir zunächst intensiv Murmelbahnen entworfen und getestet haben. Darunter waren auch faszinierend minimalistische Varianten, bei denen die Murmeln einfach nur aus 1,20m Höhe auf den Laminatboden scheppern.

Sehr gut kam dann das gemeinsame Koche einer Tomatenmatschesoße an. Während Papa (in dem Fall icke) Zwiebeln und Knoblauch, sowie frische Gartenkräuter schnipselte, bekam Dominik eine Schüssel mit kleinen Tomaten, die er kräftig zwischen den Fingern zermatschen durfte. Das erfordert einige Vor- und Nachbereitung an Kind und Umgebung, war vom Unterhaltungswert jedoch offensichtlich gelungen. Geschmeckt hat es auch irgendwie (ich habe mich wieder mal etwas mit der Oreganokonzentration vertan).

Da wir bereits um 8:30 Uhr ab Flughafen waren – das heisst unter den uns gegeben Voraussetzungen 5:30 Uhr Aufstehen – ließ sich Dominik auch zum Mittagsschlaf bewegen. In der Zeit habe ich u.a. ein Twitter-Widget auf die Bandwebseite gezaubert.

Danach haben Dominik und ich den Burley (Fahrradanhänger) zum Jogging-Kinderwagen umgebaut und ich bin mit ihm meine 5km-Runde mit dem Wagen gejoggt. Wenn man so etwas macht, spart man sich die Runde auszubauen. Zum einen gelang es mir heute noch nicht einen anständigen Rhythmus mit dem Gefährt zu finden, zum anderen kostet das bestimmt drei mal so viel Kraft, wie alleine zu laufen. Dominik fand das aber sehr unterhaltsam.

Nach dem Baden und Abendbrot konnte ich ihn dann auch ins Bett stecken.

Das war Tag #1. Mal sehen, was mich heute Nacht und die nächsten zwei Tage noch erwartet. Erwartet von mir nicht unbedingt ausführliche Berichte. Aber vielleicht gibt es den einen oder anderen Tweet. Für die, die es noch nicht bemerkt haben: Auf der Webseite gibt es rechts unten jetzt auch immer etwas Microblogging via Twitter.

2 Gedanken zu „Alleinerziehend für 72 Stunden – … und ein Exkurs zur Lowepro Off Trail 2“

  1. Ja, kannste Dir bei Gelegenheit gerne mal ansehen. Allerdings werde ich zu Fotoshootings vermutlich auch weiterhin die Kalahari-Tasche mitnehmen. Denn die hat den Vorteil, dass da noch viel mehr sehr ordentlich sortiert rein passt. Ist halt nur nicht ganz so handlich und geht schneller aufs Kreuz als die neue Tasche. Auch habe ich noch eine ABUS Tasche fürs Fahrrad, die ich behalten werde. Diese lässt sich perfekt auf den Gepäckträger schnallen, wo das ganze Fotoequipment sofort griffbereit ist. Da man zum Fotografieren sowieso vom Rad runter muss, hat man die Fotoausrüstung dann praktisch sofort auf Griffhöhe. Vorteil hier: Man hat gar nix rum hängen und nutzt das Fahrrad optimal aus. Die Satteltaschen passen trotzdem links und rechts an den Sattel, womit man auch für längere Touren gerüstet ist. Abschliessend gibt es dann noch einen Rucksack mit einem Fach für den Laptop, Platz für Kamera und bis zu vier kleine Objektive und etwas Kleinkram, wobei da die Strickjacke schon nicht mehr rein passt. Diese Kombination ist prima, wenn ich mal mit kleiner Kameraausrüstung zur Arbeit will, weil ich von da aus gleich weiter will oder was auch immer. Für das Wechseln von Objektiven unterwegs und so ist der Rucksack aber nicht so gut geeignet.

    Fazit: Kamerataschen sind irgendwie wie Kleidungsstücke. Man braucht für jede Gelegenheit eine. Und jede hat wohl seine Vorteile. Wenn ich aber heute eine auswählen sollte, die eine, die ich behalten darf. Dann würde es wohl die Off Trail 2 sein, weil mit der zur Not auch alles andere geht, sie jedoch auch für Zwecke geeignet ist, die bislang keine andere Tasche erfüllen kann.

    Was den Spass mit dem Sohn angeht, so sind wir bislang ganz gut zurecht gekommen. Wenn alles gut geht, bringe ich noch mal einen Abschlussbericht. Und wenn auch nur vie Twitter.

    Bis dann…

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