{"id":454,"date":"2006-12-06T12:33:29","date_gmt":"2006-12-06T11:33:29","guid":{"rendered":"https:\/\/weblog.hildania.de\/2006\/12\/06\/mein-neues-objektiv-ist-gestern-angekommen-tokina-at-x-pro-sd-12-24-f4-if-dx\/"},"modified":"2006-12-06T12:33:29","modified_gmt":"2006-12-06T11:33:29","slug":"mein-neues-objektiv-ist-gestern-angekommen-tokina-at-x-pro-sd-12-24-f4-if-dx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/2006\/12\/06\/mein-neues-objektiv-ist-gestern-angekommen-tokina-at-x-pro-sd-12-24-f4-if-dx\/","title":{"rendered":"Mein neues Objektiv ist gestern angekommen: Tokina AT-X Pro SD 12-24 F4 (IF) DX"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Erwerb der digitalen Spiegelreflexkamera mit APS-C Sensor wurde mein Wunsch nach kleineren Brennweiten un\u00fcberh\u00f6rbar laut. Zwar \u00e4ndern sich auf einer DSLR die Brennweiten nicht wirklich. Allerdings ist der Sensor von den meisten DSLRs ein ganzes St\u00fcck kleiner, als ein Kleinbildfilm. Dadurch ergibt sich, dass der Bildausschnitt verkleinert ist. Damit bekommt man auf ein digitales Bild der EOS 10D mit 28mm etwa so viel aufs Bild, wie bei meiner analogen Kleinbildkamera mit 45mm. Damit wird aus meinem Tamron 2.8\/28-75mm umgerechnet so etwas, wie ein 45-120mm, also ein Zoom, das von Normalobjektiv bis in den leichten Telebereich reicht.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" alt=\"crw_0005-1-klein.jpg\" id=\"image455\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/crw_0005-1-klein.jpg\" \/><\/div>\n<p>Das Tokina soll nun den Weitwinkelbereich abdecken. Es ist nur f\u00fcr die APS-C Sensoren berechnet, d.h. kann f\u00fcr Kleinbild nicht benutzt werden, weil nur ein Kreis in der Mitte des Filmes belichtet werden w\u00fcrde. Daf\u00fcr reicht es jedoch von 12-24mm, was umgerechnet auf Kleinbild etwa 19-38mm entsprechen w\u00fcrde. Das ist schon ordentlich weitwinklig.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" alt=\"crw_0002-klein.jpg\" id=\"image459\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/crw_0002-klein.jpg\" \/><\/div>\n<p>Das Tokina ist kein Portraitobjektiv. Die Verzerrungen sind schon sehr deutlich und wirken unnat\u00fcrlich. Aber gerade das gibt einem die Gelegenheit, eine ganz eigene Bildsprache zu sprechen.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" alt=\"crw_0001.jpg\" id=\"image457\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/crw_0001.jpg\" \/><\/div>\n<p>In diesen Weitwinkelbereichen gelten ganz andere Regeln. Durch den wahnsinnig grossen Bildausschnitt treten pl\u00f6tzlich sehr unterschiedliche Belichtungssituationen auf. In einigen Teilen des Bildes ist es z.B. sehr dunkel, in anderen extrem hell. Hier muss man sehr sorgf\u00e4ltig beim Belichten sein, um den Verlauf auf den Punkt zu bringen. Daf\u00fcr bietet einem die weite Fl\u00e4che auch grossartige M\u00f6glichkeiten, Stimmungen zu vermitteln.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image458\" alt=\"crw_0004.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/crw_0004.jpg\" \/><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henri_Cartier-Bresson\">Henri Catier-Bresson<\/a> fotografierte sehr oft und gerne mit einer 35mm Festbrennweite. Diese ist gerade f\u00fcr Reportagen ein guter Kompromiss, um Menschen in ihrem Umfeld darzustellen. Man muss als Fotograf schon relativ nahe am Geschehen sein, weil man ansonsten nur Suchbilder produzieren w\u00fcrde. Aber mitten drin ist es genau das richtige.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" alt=\"CRW_0007.jpg\" id=\"image461\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/CRW_0007.jpg\" \/><\/div>\n<p>So ein Weitwinkel ist etwas f\u00fcr Sch\u00e4rfentiefenfanatiker. Aus rein physikalischen Gr\u00fcnden ist es so, dass der Sch\u00e4rfebereich mit wachsender Brennweite bei gleicher Blende kleiner wird. Wenn ich also bei Blende 8 mein Objektiv auf 1m scharf stelle, erhalte ich bei unterschiedlichen Brennweiten folgende Sch\u00e4rfebreiche:<\/p>\n<ul>\n<li>12mm: 0.65 &#8211; 2.22m<\/li>\n<li>50mm: 0.97 &#8211; 1.03m<\/li>\n<li>100mm: 0.99 &#8211; 1.01m<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn ich also ein Foto haben m\u00f6chte, auf dem m\u00f6glichst alles, von vorn bis hinten scharf ist, sollte ich eine m\u00f6glichst kleine Brennweite w\u00e4hlen. Allerdings muss ich dann, um den Betrachter nicht zu verwirren andere M\u00f6glichkeiten finden, um auf das wesentliche im Bild hinzuweisen. Oder aber ich \u00fcberlasse es einfach mal absichtlich dem Betrachter, sich auf dem Bild zurechtzufinden.<\/p>\n<p>Das das Tokina erst bei f4 beginnt, ist aus diesem Grund nicht weiter schlimm. Selektive Sch\u00e4rfe ist keine Aufgabe f\u00fcr das Weitwinkel. Anders sieht es nat\u00fcrlich schon mit dem Licht aus. Allerdings kann man bei Weitwinkelaufnahmen auch l\u00e4ngere Belichtungszeiten nehmen, ohne zu verwackeln. Daumenregel ist Belichtungszeit: 1\/Brennweite beim Kleinbild. D.h. 12mm entsprechen etwa 20mm beim Kleinbild. Damit sollte 1\/20 Sekunde aus der Hand noch verwacklungsfrei drinn sein. In der Tat gelangen mir mit Aufst\u00fctzen des Objektivs akzeptable Aufnahmen sogar bis etwa 1 Sek. Den Beweis bleibe ich allerdings noch schuldig.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" alt=\"CRW_0009.jpg\" id=\"image460\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/CRW_0009.jpg\" \/><\/div>\n<p>Meine Meinung: Das Objektiv ist grossartig. Meine M\u00f6glichkeiten sind durch die Wahl sehr viel gr\u00f6\u00dfer geworden, als h\u00e4tte ich mir ein Fullrange-Zoom (z.B. 18-50mm o.\u00e4.) gekauft. Allerdings ist nat\u00fcrlich zwischen der Weitwinkelwelt und der Normal- und Telewelt ein Objektivwechsel n\u00f6tig. Daf\u00fcr ist das Objektiv messerscharf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Erwerb der digitalen Spiegelreflexkamera mit APS-C Sensor wurde mein Wunsch nach kleineren Brennweiten un\u00fcberh\u00f6rbar laut. Zwar \u00e4ndern sich auf einer DSLR die Brennweiten nicht wirklich. Allerdings ist der Sensor von den meisten DSLRs ein ganzes St\u00fcck kleiner, als ein Kleinbildfilm. 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