{"id":268,"date":"2006-09-30T08:00:57","date_gmt":"2006-09-30T06:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/weblog.hildania.de\/2006\/09\/30\/wo-morgens-die-soldaten-marschieren-und-abends-das-saxophon-spielt\/"},"modified":"2006-09-30T08:00:57","modified_gmt":"2006-09-30T06:00:57","slug":"wo-morgens-die-soldaten-marschieren-und-abends-das-saxophon-spielt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/2006\/09\/30\/wo-morgens-die-soldaten-marschieren-und-abends-das-saxophon-spielt\/","title":{"rendered":"Wo morgens die Soldaten marschieren und abends das Saxophon spielt"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image264\" alt=\"crw_0022.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/crw_0022.jpg\" \/><\/div>\n<p>Schon wieder der Sonnenuntergang an direkt an der Seestrasse. Diesmal aber in schwarz\/weiss. Aber keine Angst. Ganz unten gibt es den auch noch mal ein bisschen anders und in bunt. Wer auch immer diese grandiosen Feuerwerke gegen Ende des Tages insziniert. Er hat sich heute noch mal gewaltig ins Zeug gelegt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Tag begann rechtzeitig. Doch nachdem ich noch unsere halbe Wohnung nach einem Abzug durchsucht hatte, den ich einfach nicht mehr finde, bin ich dann schon wieder viel zu sp\u00e4t zur Arbeit aufgebrochen.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image261\" alt=\"crw_00081.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/crw_00081.jpg\" \/><\/div>\n<p>Direkt neben den Rehbergen ist eine Kaserne der Bundeswehr. Und wenn ich morgens zur Arbeit fahre, treffe ich einige Soldaten bei ihrem morgendlichem Marsch durch den Wald. Ich hatte damals den Dienst an der Waffe verweigert. Mein Opa hatte mir vom Krieg erz\u00e4hlt. Keine Details. Nur soviel, dass er verwundet wurde. Er hat viele Menschen sterben sehen. Er sagte sp\u00e4ter zu mir, es gab viele H\u00f6hen und Tiefen in seinem Leben. Das geh\u00f6re alles dazu. Aber der Krieg sei ein St\u00fcck Zeit, dass man im einfach entrissen habe. Eine Zeit, die ihm eigentlich zustand, die er aber leider nie ganz zur\u00fcck bekam.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image263\" alt=\"crw_0016.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/crw_0016.jpg\" \/><\/div>\n<p>Dieser Blick aus meinem B\u00fcro wird mir nicht mehr lange erhalten bleiben. Wir ziehen um. Und heute sahen die Umzugspl\u00e4ne auch schon sehr konkret aus.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image262\" alt=\"crw_0013-thumb.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/crw_0013-thumb-1.jpg\" \/><\/div>\n<p>Wir ziehen in dieses Geb\u00e4ude gegen\u00fcber. Ins erdgeschoss und in ein B\u00fcro im Lichthof, den man hier gerade noch erahnen kann. Mein B\u00fcro zusammen mit Christopher wird direkt neben dem Treppenaufgang hier sein.<\/p>\n<p>Zum Mittag habe ich meine Kollegen mit zu Olli geschleppt. Wir waren Pizza essen bei den 12 Aposteln. Riesen Pizzas mittags zu kleinen Preisen. Auf jeden Fall ist es Fussweg zum Savignyplatz wert. Allerdings funktionierte unsere Abk\u00fcrzung nicht so toll. Wir kamen etwas zu sp\u00e4t. Olli \u00fcbergab mir dann einen Akku, den er f\u00fcr mich f\u00fcr die neue 10D mitbestellt hatte. Zumindest Stromtechnisch kann ich so eine weile durchhalten.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image265\" alt=\"crw_0026.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/crw_0026.jpg\" \/><\/div>\n<p>Der Heimweg f\u00fchrte mich dann wieder am Westhafen vorbei. In kurzer Folge konnte ich hier den Sonnenuntergang und den Mond zur blauen Stunde bewundern.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image266\" alt=\"crw_0035.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/crw_0035.jpg\" \/><\/div>\n<p>Als ich in den Rehbergen vorbeifuhr, h\u00f6rte ich ein Saxophon spielen. Ich fuhr den Kl\u00e4ngen nach, bis ich die alte Rodelbahn erreichte. Auf der Wiese davor spielten wir oft Fussball mit Papa, meinem Onkel und Opa. Jazz war nie sein Ding. Daf\u00fcr ist es meins. Und der Saxophonist hatte den Groove. So viel ist klar. Mein Herz fing sofort an triolisch mitzutanzen und meine Augen f\u00fcllten sich mit Wasser. Ich lauschte dem Solisten eine Weile und beobachtete ihn mit seinem Kind.<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" id=\"image267\" alt=\"crw_0042.jpg\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/crw_0042.jpg\" \/><\/div>\n<p>Einem Foto stimmte er sofort zu. Das sind die Momente, in denen man eigentlich alle Aufregung vergessen muss. Die Szene muss ins Bild. Wie aber im stockdusteren Park zwischen den B\u00e4umen? Der Handwerker im Fotografen sagt so etwas, wie: Systemblitz, Diffusorscheibe, 1,5 Blenden unterblitzen, dann klappt das ganz ausgezeichnet. Der K\u00fcnstler sagt aber: Du darfst hier nichts tun, was die Stimmung st\u00f6rt oder verfremdet. Also die Kamera auf ISO 3200 aufgezogen, das 50mm 1.8 drauf, Blende 2.0 hingehockt und ganz ruhig. Wir k\u00f6nnen nat\u00fcrlich noch kr\u00e4ftig die Belichtung nach unten korrigieren und dann einfach alles passieren lassen.<\/p>\n<p>Die Rehberge rocken! Aber hallo&#8230;<\/p>\n<p>Den Abend lies ich mit einem einigermassen brauchbaren Wein aber vor allem mit meiner zuk\u00fcnftigen Frau ausklingen. Auf in ein langes Wochenende!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder der Sonnenuntergang an direkt an der Seestrasse. Diesmal aber in schwarz\/weiss. Aber keine Angst. Ganz unten gibt es den auch noch mal ein bisschen anders und in bunt. Wer auch immer diese grandiosen Feuerwerke gegen Ende des Tages insziniert. Er hat sich heute noch mal gewaltig ins Zeug gelegt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,5],"tags":[],"class_list":["post-268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedanken-des-tages","category-leben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}