{"id":2662,"date":"2015-02-21T20:00:56","date_gmt":"2015-02-21T19:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/weblog.hildania.de\/?p=2662"},"modified":"2015-02-21T20:00:56","modified_gmt":"2015-02-21T19:00:56","slug":"mainstage-setup-hardware-auf-der-buhne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/2015\/02\/21\/mainstage-setup-hardware-auf-der-buhne\/","title":{"rendered":"MainStage Setup: Hardware auf der B\u00fchne"},"content":{"rendered":"<p>Teil 2 von <a href=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/2015\/02\/08\/mainstage-setup\/\">MainStage Setup<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr das Arbeiten an neuen St\u00fccken und f\u00fcr Aufnahmen benutzen wir je nach Anwendungszweck ganz verschiedene Hardware bei DD&amp;D, die sich z.T. \u00fcber die Jahre angesammelt hat. Bei Auftritten geht es jedoch darum, den Aufwand zu reduzieren, um wenig tragen, aufbauen und entst\u00f6ren zu m\u00fcssen (siehe hierzu \u201eMainStage Setup: Einleitung\u201c). Im Folgenden beschreibe ich die einzelnen Hardware-Komponenten des B\u00fchnenaufbaus und benenne Alternativen und \u00dcberlegungen dazu.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Notebook<\/h2>\n<p>Auf der B\u00fchne benutze ich unser \u201eHausnotebook\u201c, das ich mir mit meiner Frau teile. Insofern habe ich es nicht auf die Anforderungen auf der B\u00fchne ausgelegt sondern als Arbeitstier f\u00fcr alles, was bei uns im Hause anf\u00e4llt. Es handelt sich um ein MacBook Pro 13&#8243; mit 8 GB RAM und 250GB SSD.<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr die B\u00fchne kommt man mit erheblich weniger RAM aus. Die SSD lohnt sich zum einen, weil Ladezeiten unglaublich gering sind und man auf der B\u00fchne keine Zeit hat. Zum anderen ist so eine SSD sehr viel sto\u00dfunanf\u00e4lliger, als eine Festplatte mit beweglichen Teilen.<\/p>\n<p>Ohne es getestet zu haben, bin ich jedoch sicher, dass ein kleines MacBook Air die geeignete Variante f\u00fcr die B\u00fchne w\u00e4re mit seiner serienm\u00e4\u00dfigen SSD und dem perfekten Gewicht und Ma\u00dfen. Allerdings finde ich das 13&#8243; Display auf der B\u00fchne durchaus hilfreich, da ich mir hier Texte und Akkorde, sowie andere Notizen zu den St\u00fccken mit einblenden lasse und diese auch unter schlechten Bedingungen noch sehr gut auf der B\u00fchne lesen kann. Wie viel RAM und CPU-Power man am Ende braucht, h\u00e4ngt ganz davon ab, wie viele Aufgaben man dem Notebook \u00fcbertr\u00e4gt. Ich spiele jeweils drei bis zehn virtuelle Instrumente, die jeweils mit einigen Effekten besetzt sein k\u00f6nnen oder mit einem typischen virtuellen Gitarrenrack bestehend aus zwei, drei Effektger\u00e4ten, einem Vorverst\u00e4rker, einem Speaker und simulierten Mikrofonen. F\u00fcr die E-Geige kommt das gleiche Setting zum Einsatz wie f\u00fcr die E-Gitarre. Bei einigen St\u00fccken kommen noch zwei bis drei Playback-Spuren hinzu, die durch synchronisierte WAV-Player abgebildet sind. Einer davon ist dann jeweils der Klick f\u00fcrs Schlagzeug.<\/p>\n<h2>Soundmodul<\/h2>\n<p>Audio, MIDI und USB laufen in meinem Setting in einer Focusrite Scarlett 8i6 zusammen. Den Tipp f\u00fcr dieses Soundmodul habe ich von der Keyboard-Abteilung von Thomann bekommen, die auch sonst extrem hilfreich beim Zusammenstellen meiner Hard- und Software waren.<\/p>\n<p>Das Ger\u00e4t verf\u00fcgt \u00fcber eine Vielzahl von Anschlussm\u00f6glichkeiten von denen ich folgende verwende:<\/p>\n<ul>\n<li>MIDI In f\u00fcr den Anschluss des Masterkeyboards<\/li>\n<li>Audio 1+2, die beiden Klinkenanschl\u00fcsse vorn nutze ich f\u00fcr E-Geige und E-Gitarre<\/li>\n<li>Kopfh\u00f6rer-Ausgang f\u00fcr den Klick beim Schlagzeuger<\/li>\n<li>Main Output L+R gehen zum Mischpult<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sehr gut am 8i6 sind die zwei unabh\u00e4ngigen Stereo-Ausg\u00e4nge, die ich f\u00fcr den Ausgang zum Mischpult und den unabh\u00e4ngigen Monitorweg, also den Klick f\u00fcr das Schlagzeug, benutzen kann. Wer diese Anforderung nicht hat, kann hier sehr viel kleiner ran gehen. Es gibt auch Soundmodule, die keine externe Stromversorgung brauchen und wenn man ein Masterkeyboard mit USB-Anschluss hat kann man auch auf den MIDI-Anschluss verzichten. Es gibt auch Keyboards die gleich einen Stereoausgang haben. Mit solchen Ger\u00e4ten kann man seinen B\u00fchnenaufbau auf Notebook + Keyboard mit einem USB-Kabel und Audiokabel reduzieren.<\/p>\n<p>\u00dcberfordert f\u00fchle ich mich auch noch nach einiger Zeit mit dem digitalen Mixer des 8i6. Dieser ist wahnsinnig flexibel. Aber wenn ich mal irgendetwas verstellt habe, brauche ich vergleichsweise lange, um wieder den gew\u00fcnschten Zustand herzustellen. Der Mixer bietet aber die M\u00f6glichkeit, Setups zu speichern. Ich muss jedoch zugeben, dass ich mir das B\u00fchnensetup sicherheitshalber einfach auf einen Zettel aufgeschrieben habe.<\/p>\n<h2>Keyboard<\/h2>\n<p>Als Masterkeyboard kommt bei mir ein Korg X3k zum Einsatz. Das Keyboard spiele ich schon seit 20 Jahren oder so. Ich k\u00f6nnte das Keyboard auch als Klangerzeuger benutzen und \u00fcber weitere Eing\u00e4nge im 8i6 mit den virtuellen Instrumenten zusammen mischen. Da ich aber gerne die Sounds bei mir zu Hause bastle, mache ich gerne alles \u00fcber die virtuellen Instrumente, was f\u00fcr mich alles auch etwas vereinfacht, weil alles an einem Ort und zusammen speicherbar ist. Klanglich mache ich dabei durchaus Kompromisse. Denn es gibt einige Sounds, die beim X3k wirklich fantastisch klingen und die ich so genau nicht virtuell nachgebildet bekomme. Gleiches gilt auch f\u00fcr meinen guten alten Waldorf Microwave XTk und den ESI 4000. Aber Kompromisse muss man halt machen.<\/p>\n<h2>Fu\u00dftaster<\/h2>\n<p>Den X3k habe ich \u00fcbrigens ausgew\u00e4hlt, weil er die M\u00f6glichkeit hat, einen Fu\u00dfschalter als \u201eProgram Up\u201c zu programmieren und somit die Patches w\u00e4hrend der Lieder einfach jeweils durch treten des Schalters weiter zu schalten. Die H\u00e4nde habe ich so permanent frei. Au\u00dferdem kann ich den gleichen Fu\u00dfschalter dann f\u00fcr Geige und Gitarre benutzen. Als Fu\u00dfschalter benutze ich einen Boss FS\u20136, den ich auf dem X3k so programmiert habe, dass der linke Taster als Haltepedal arbeitet und der rechte zum Umschalten der Sounds dient. Sch\u00f6n am FS\u20136 ist, dass man mit einem Insert-Kabel arbeiten kann. Das ist ein Klinkenkabel, das auf der einen Seite einen Stereo-Stecker hat und auf der anderen Seite zwei Mono-Stecker. Die Stereo-Seite kommt in den Fu\u00dfschalter, die beiden Mono-Stecker in die Eing\u00e4nge des Keyboards. Dadurch habe ich nur ein Kabel runter zum Fu\u00dfschalter und nur eine Seite, die ich vertauschen k\u00f6nnte (leicht mit einem St\u00fcck farbigem Isolierband auf Kabel und Keyboard zu verhindern).<\/p>\n<h2>Rack, Kabel, St\u00e4nder<\/h2>\n<p>F\u00fcr das Notebook gibt es einen praktischen St\u00e4nder, bei dem es sich um einen umfunktionierten Notenst\u00e4nder aus Stahl handelt. Man kann sich Keyboard und Notebookst\u00e4nder einigerma\u00dfen platzsparend auf der B\u00fchne zusammen stellen. Keyboardst\u00e4nder mit angebauter Halterung f\u00fcr Notebooks habe ich zwar auf der B\u00fchne schon gesehen, aber noch nicht im Laden gefunden. Hier lie\u00dfe sich noch einmal etwas Platz auf der B\u00fchne sparen.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich hatte ich einfach das 8i6 auf den Boden unter das Notebook gestellt. Im harten Einsatz hatte sich das jedoch als unpraktisch herausgestellt. Daher habe ich mir jetzt eine billige Rack-Kiste gekauft und eine 19&#8243; Steckdosenleiste, die DI-Box und das 8i6 mit eingebaut. Vorteil: Ich brauche genau einen Stromanschluss an der Kiste. Die Steckdosenleiste hat zwei Anschl\u00fcsse vorn f\u00fcr Keyboard und Notebook. Alle anderen Ger\u00e4te sind in der Kiste fertig und fest verkabelt, was wiederum Aufbauzeit verk\u00fcrzt und Fehlerquellen minimiert.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann ich jedem nur den Tipp geben, auf der B\u00fchne so weit wie m\u00f6glich was? zu reduzieren. Dabei muss man oft Kompromisse eingehen. Manchmal ist etwas mehr \u201eHardware\u201c (siehe z.B. Steckdosenleiste und Rack) hilfreich, um den Aufbauaufwand zu reduzieren. Alles sollte lieber einen Tick stabiler und schwerer sein, als n\u00f6tig, denn es passieren immer unvorhergesehene Dinge auf der B\u00fchne und dann hilft Masse oft, das Schlimmste zu verhindern. Kabel binde ich wenn m\u00f6glich mit Klettb\u00e4ndern am Keyboard- und Notebookst\u00e4nder an, damit keiner dr\u00fcber stolpert. So lassen sich auch leicht Kabel rollen, um zu lange Kabel auf die aktuellen Bed\u00fcrfnisse zu k\u00fcrzen. Leider zeigen sich die Schw\u00e4chen immer erst im Einsatz, so dass so ein Setup wohl st\u00e4ndig \u00fcberarbeitet und optimiert werden muss. Wobei man immer aus den Fehlern der letzten Auftritte lernt. In einem weiteren Artikel werde ich auf das Software-Setup eingehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 2 von MainStage Setup F\u00fcr das Arbeiten an neuen St\u00fccken und f\u00fcr Aufnahmen benutzen wir je nach Anwendungszweck ganz verschiedene Hardware bei DD&amp;D, die sich z.T. \u00fcber die Jahre angesammelt hat. 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