{"id":2494,"date":"2011-10-20T21:58:43","date_gmt":"2011-10-20T20:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/weblog.hildania.de\/2011\/10\/20\/wie-geht-internet-im-zug\/"},"modified":"2011-10-20T21:58:43","modified_gmt":"2011-10-20T20:58:43","slug":"wie-geht-internet-im-zug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/2011\/10\/20\/wie-geht-internet-im-zug\/","title":{"rendered":"Wie geht Internet im Zug?"},"content":{"rendered":"<p>Gerade sitze ich am Lagerfeuer in einem eigens daf\u00fcr gebauten H\u00e4uschen an meinem Urlaubsort in Brandenburg. Meinem MacBook kann ich hier Internet nur via Bluetooth, Handy und UMTS beibringen. Die Anbindung ist dann nicht besonders gut. Und das erinnerte mich an eine Idee, die ich auf meiner letzten Dienstreise hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20110120-P1040796.jpg\" width=\"640\" height=\"480\" alt=\"20110120-P1040796.jpg\" \/><\/p>\n<p>Damals war ich unterwegs zu einer Tagung. Diese fand im S\u00fcden Deutschlands statt und forderte eine viele Stunden dauernde Zugfahrt. Diese Zeit wollte ich nat\u00fcrlich unbedingt auch zum Arbeiten nutzen. Immerhin wird es ja als Arbeitszeit auch bezahlt. Meine Ausr\u00fcstung: Ein Laptop, ein USB-Stick und ein UMTS-f\u00e4higes Handy. Im ICE funktioniert beides meist ganz gut. Man kommt gerade auf EDGE-Geschwindigkeiten. Aber es klappt irgendwie, jedoch lange nicht die gesamte Fahrt l\u00fcckenlos. Ganz problematisch werden die Abschnitte, die ich mit dem RE zur\u00fccklegen muss. Hier ist eine stabile Internetverbindung Gl\u00fcckssache.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nun bin ich schon \u00f6fter auf diese Art unterwegs gewesen und so war ich diesmal auf all diese Gegebenheiten vorbereitet. Mein (zugegeben ketzerischer) L\u00f6sungsansatz: Offline arbeiten!<\/p>\n<p>Es gibt unglaublich viele Dinge, die im B\u00fcroalltag liegen bleiben. Dabei sind auch einige Aufgaben, die bei geeigneter Vorbereitung auch offline m\u00f6glich sind. Offline hei\u00dft nicht zwangsweise auch analog.<\/p>\n<p>Eine Zugfahrt sollte vorbereitet sein. Ich hatte hier an dieser Stelle schon mal eine Lanze f\u00fcr das Arbeiten in Phasen gemacht. Genau diesen Ansatz m\u00f6chte ich hier noch einmal propagieren. Man sucht sich Aufgaben, bei denen ein m\u00f6glichst hoher offline-Anteil m\u00f6glich ist und bei dem man online vor- oder nachbereitet. Damit l\u00e4sst sich eine stundenlange RE-Fahrt abdecken. Gute Beispiele hierf\u00fcr sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Lesen von l\u00e4ngeren Artikeln oder B\u00fcchern,<\/li>\n<li>Ausarbeitung von Pl\u00e4nen (wie Projektpl\u00e4ne),<\/li>\n<li>strategische Arbeiten,<\/li>\n<li>Sortierung, Vor und Nachbereitung von Ideen,<\/li>\n<li>asynchrone Korrespondenz<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Lesen von l\u00e4ngeren Artikeln oder B\u00fcchern l\u00e4sst sich ggf. mit einem iPod und guter Musik auf dem Ohr im Zug sehr sch\u00f6n erledigen. Muss man hier Dinge nachschlagen, so helfen hier Offlinetools, wie W\u00f6rterb\u00fccher, Lexika etc. oder man kann entweder nach der Zugfahrt nachschlagen, in einem Bereich mit guter UMTS-Abdeckung oder evtl. sogar schon vor der Abfahrt.<\/p>\n<p>Muss man Projektpl\u00e4ne ausarbeiten, so geh\u00f6rt in der Regel das Zerlegen der Arbeitspakete in kleine Aufgaben, das Erarbeiten von Abh\u00e4ngigkeiten und die Definition von Meilensteinen dazu. Ein Seegen, wenn man mal f\u00fcnf Stunden Zugfahrt f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Projekt hat in denen man von niemanden gest\u00f6rt wird. Ist der Handyempfang schlecht genug, gibt es nicht einmal Anrufe.<\/p>\n<p>Wie viele Entscheidungen gibt es denen man lieber ein paar Gedanken mehr einger\u00e4umt h\u00e4tte? Zeit, mal ein paar Notizen durchzubl\u00e4ttern. Ich finde alle in dem einen Notizbuch das ich habe (wer hier trennt, hat mehr Gep\u00e4ck) bzw. den ein bis zwei Dateien auf der Festplatte. Ansonsten sortiere ich dann gerne in Outlinern, male Mindmaps oder irgendwelche Architekturskizzen o.\u00e4. Das geht alles hervorragend auf dem Notebook oder auf einem stink normalen St\u00fcck Blanko A4.<\/p>\n<p>In eine \u00e4hnliche Richtung geht das Durchbl\u00e4ttern des Notizbuchs oder meiner Dateien f\u00fcr Ideen. Lesen, durch den Kopf gehen lassen, kritzeln, strukturieren, fortspinnen.<\/p>\n<p>Zu guter letzt kann man sich f\u00fcr die Beantwortung unendlich langer Mails oder z.B. f\u00fcr eine gro\u00dfe Ank\u00fcndigung oder die ultimative Antwort, auf die keine R\u00fcckfragen mehr kommen lassen im Zug mal gen\u00fcgend Zeit nehmen. Die meisten Mailer beherrschen heute einen Offline-Modus, in dem ein Gro\u00dfteil der Archivmails zur Verf\u00fcgung stehen und in dem man Mails schreiben und bei der n\u00e4chsten Online-Gelegenheit abschicken kann.<\/p>\n<p>Das sch\u00f6ne ist: Hat man sich vor der Fahrt schon \u00fcberlegt, was man alles machen k\u00f6nnte, so kann man wie von David Allen angepriesen, einfach zu jedem Zeitpunkt die Aufgabe heraus greifen, f\u00fcr die man sich gerade fit genug f\u00fchlt und hintereinander durch arbeiten. Ich pers\u00f6nlich war auf den letzten Zugfahrten immer extrem produktiv.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich und die meisten anderen scheint ein Offline-Arbeiten m\u00f6glich. Situationen, wie Zugfahrten zwingen einen dazu, endlich gem\u00e4\u00df der nat\u00fcrlich <a href=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/2011\/01\/31\/phasen-zur-arbeitsstrukturierung\/\">Phasen<\/a> zu arbeiten und nicht st\u00e4ndig zwischen Durcharbeiten, Recherche, Reaktion und anderen T\u00e4tigkeiten hin und her zu springen. F\u00fcr mich waren die Arbeiten offline immer so produktiv, dass ich auch angefangen habe mich auf Arbeit irgendwo hin zur\u00fcckzuziehen, das WLAN auszuschalten und einfach mal f\u00fcr ein bis zwei Stunden offline zu sein.<\/p>\n<p>Zum Thema \u201eOffline als Chance\u201c gibt es auch <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/30\/C-Offline-arbeiten\">Artikel auf zeit.de<\/a>. Wie entkommt man dem Netz? Auch wenn ich ihm nicht g\u00e4nzlich entkommen will, so will ich doch aber Raum f\u00fcr konzentriertes und <a href=\"http:\/\/zenhabits.net\/focus-book\/\">fokussiertes<\/a> Arbeiten schaffen. Das Thema \u201e<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/03\/WOS-Internet\">Abschalten<\/a>\u201c wird im Netz aus gutem Grund immer mal wieder diskutiert. Ich selbst treibe es damit nicht sonderlich weit. Was ich aber nicht will, ist wie ein K\u00e4fer auf dem R\u00fccken liegen, wenn ich mal Google nicht zur Hand habe. Es geht tempor\u00e4r auch ohne. Und man kann fehlende Connectivit\u00e4t auch zum Vorteil ausbauen.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/201110202300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/weblog.hildania.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/201110202300-tm.jpg\" width=\"133\" height=\"100\" alt=\"201110202300.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gerade sitze ich am Lagerfeuer in einem eigens daf\u00fcr gebauten H\u00e4uschen an meinem Urlaubsort in Brandenburg. Meinem MacBook kann ich hier Internet nur via Bluetooth, Handy und UMTS beibringen. Die Anbindung ist dann nicht besonders gut. Und das erinnerte mich an eine Idee, die ich auf meiner letzten Dienstreise hatte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,69,2],"tags":[95,70,71],"class_list":["post-2494","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeit","category-entruempeln-leben","category-internet","tag-arbeit","tag-entrumpeln","tag-minimalisierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2494","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2494"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2494\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weblog.hildania.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}