Firmwaredowngrade auf 1.61

Auf der iRiver Lounge steht die iRiver Story Firmware v1.71 zur Verfügung. Der Schreibfehler bei firmaware ist allerdings nicht der einzige Bug. Seit dem Update hatte ich immer wieder das Problem, dass der Story aus dem (ohnehin sinn befreiten) Bildschirmschoner nicht mehr aufwachen wollte. Ich bin also wieder zurück auf 1.61 gegangen!

Hierzu ein Zitat für alle Digitalisierungsgegner: (sinngemäß) Die Synthese aus Irgendwas und einem Computer ist immer ein Computer. Und damit erbt es auch die typischen Probleme von Computern. Das gute alte Papierbuch stürzt natürlich nicht so leicht ab.

9 Gedanken zu „Firmwaredowngrade auf 1.61“

  1. Es verliert aber auch die negativen Eigentschaften des Papierbuchs.
    Darüber hinaus wird der Bibliothekar überflüssig und ein IT-Administrator muss her.

    Das nennt man Fortschritt. Es verschwindet nichts – vielmehr ändert es sich.

    Bei der Verdrängung der Kutsche durch das Auto gab es ähnliche Gegenstimmen.

    Die heutige Anzahl Autos und damit die Anzahl der Arbeitsplätze in der Autoproduktion sind weit mehr als die, die heute mit Kutschen möglich gewesen wären.
    Man stelle sich nur mal vor, dass Familien mit 2 Autos heute nicht 2 Parkplätze benötigen würden, sondern 4 Parkplätze (Kutschen sind länger als Autos) und dazu einen Stall mit 8 Pferden (die müssen am Tag ja auch ausgewechselt werden). Hinzu kommt ein Untermieter (Stallbursche) und recht riesiger Vorgarten mit einigen Hektar Weide.

    Wenn also die Bewohnern eines 6-stöckigen Mietshauses statt Autos die gleiche Anzahl Kutschen ihr Eigen nennen könnten, dann würden sie nicht übereinander wohnen, sondern nebeneinander und würden zusammen ein eigenes Dorf bilden.

    Städte mit dem heutigen Besitzumfang ihrer Einwohner, wären also völlig unmöglich – aus Platzgründen.

    Pferde und Kutschen gibts heute noch aus sportlichen und ästhetischen Gründen.

    Mit Papier wirds genauso kommen. Nur die handwerklich kunstvoll hergestellten Papier- und Bücherarten, bei denen man Strukturen fühlen oder edle Materialen bestaunen kann, sind erhaltenswert.

    Bei allem anderen Papier handelt es sich um die nebensächlichste Sache der Welt: den Datenträger. Da streitet ja auch keiner mehr drüber, ob die Diskette irgendwie schützenswert gewesen wäre und man vom USB-Stick lieber Abstand nehmen sollte.

    Ich fände es einen riesen Fortschritt, wenn ich mir beim Tageszeitunglesen nicht immer die Finger schwarz machen würde mit diesem kreberregenden Tonerzeugs!

  2. @Lars Und wenn wir heute alle mit Kutschen fahren würden, dann würden wir 1km zum Bäcker auch Laufen, weil das Anspannen der Pferde zu viel Aufwand bedeutet und uns generell mehr Gedanken darum machen, welcher Weg sinnvoll ist und welcher nicht. Weiterhin hätten wir dann Äcker und Wiesen, um den „Treibstoff“ für unsere Mobilität zu erzeugen anstelle eines tausende von Quadratkilometer großen Ölteppichs im Golf von Mexiko, der reihenweise Lebewesen vernichtet. Gerade das Auto ist ein sehr, sehr gutes Beispiel dafür, daß nicht jeder Fortschritt ein Fortschritt ist und wir uns gerade bei zunehmender Anzahl von Bewohnern dieser Erde bei jeder anfänglich noch so unscheinbaren Entwicklung große Gedanken um ihre direkten und indirekten Folgen machen sollten. Diejenigen mit Kindern vielleicht noch viel mehr.
    Unabhängig von der Tatsache, daß ich persönlich Papierhasser bin und daher ein eBook oder sogar das Lesen am Bildschirm vorziehe, aber mich würde mal die Ökobilanz bei einem massenhaften Umstieg interessieren. Leider sind die Auswirkungen dieses Medienwechsels dermaßen komplex, daß man dazu vermutlich eine Studie verfassen könnte, die den Rahmen einen Doktorarbeit um ein vielfaches übersteigt. Nur umam Ende zu wissen, ob man die Studie lieber auf Papier oder elektronisch veröffentlicht :-)

  3. Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft. ~Bertolt Brecht

    Wenn es sowieso zu umfangreich für eine Promotion ist, dann kann ich mir das ja mal für die Habilitation vormerken :-)

    Richtig toll wäre so eine Studie, wenn sie gleich offenlegen würde, an welchen Stellschrauben man drehen müsste, um die Ökobilanz für jedes der Medien zu optimieren. Ferner sollte man auch Medizinische Aspekte mit einbeziehen. Klingt nach einem Lebenswerk… aber eines, dass sich insgesamt lohnen könnte.

  4. Auf jeden Fall wäre das eine unglaublich interessante und fachübergreifende Arbeit. Denn die Fragen liegen im Ökologischen, ökonomischen, technischen und soziologischen Bereich gleichermaßen begründet. Medienwissenschaftliche Mediation wäre sicher auch vonnöten.

  5. Hmpf.

    Von zu viel Tiefgang tue ich immer Kopfsausen bekommen und mich auf ein eher plattes Thema freuen tun.
    Meine Kollegin im Nachbarzimmer meint grad, man solle sich eher über schlüpfrige Themen unterhalten.
    Thema Sex tut nicht der Ökologie schaden tun und man muss nicht viel nachdenken, um qualifiziert mitreden zu können.

    Meine Kollegin ist echt ein Guru in den Dingen des Alltags und hat meine vollste Bewunderung …

    Ich überlege gerade einen neuen Blog ins Leben zu rufen: „Bianca hilf!“

  6. Nun ja, mit unser neuen attraktiven Diplom-Informatikerin hatte ich erst wenige Monate zu tun. Insofern kann ich nur von Ihrer pragmatischen Einstellung zu diesem Thema berichten und von Ihrer Meinung, dass das dem Hormon- und Gemütshaushalt gut tut. Wenn ich Sie von der Idee mit dem Blog überzeugen kann, höre ich sicherlich mehr von Ihrer umfangreichen Lebenserfahrung.

    ;)

  7. [Comment-Thread erfolgreich gekidnappt]

    @Lars Du kannst sie zum üben ja erstmal hierher verweisen. Läuft die mir dann hier in der Gegend auch mal beim Mittagessen über den Weg, beim nächsten mal Sushi oder so? ;-)

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