Vereinfachung

Auch, wenn ich meine Promotion voraussichtlich erst im Januar 2010 abschließen kann (so es mir gelingt), kann ich doch zwischenzeitlich schon damit beginnen, davon zu berichten, was so eine Promotion für einen selbst zu bieten hat oder zumindest, was sie in mir bewirkt hat.

Das nahe liegende Thema „Schreiben“ hatte ich hier bereits angesprochen. Ich werde es bei Gelegenheit noch weiter ausführen. Ein weiteres, auch unmittelbar verständliches Thema ist „Arbeitsorganisation“ bzw. „Selbstorganisation“. Für mich habe ich hier das Konzept von „GTD“ gefunden und kann sicherlich noch das eine oder andere zu diesem Thema beitragen. Für mich gab es jedoch auch noch einen ganz wichtigen weiteren Aspekt, der einem nicht sofort einfällt, wenn man an eine Promotion denkt: Minimalisierung.

Der Zusammenhang erschließt sich jedoch, wenn ich versuche, zu konkretisieren: Vereinfachung, Reduzierung auf das Wesentliche – Konzentration.

Auf der Suche nach Ideen zur Verbesserung meiner Arbeitsweisen, meines Umfeldes und auf der Suche nach Antworten in Bezug auf meine Gewohnheiten und Vorlieben (wir reden hier von der Arbeit) habe ich begonnen, mir neue Blogs zu erschließen, andere Quellen zu durchforsten. Diese Quellen werde ich bei Zeiten in meiner Linksammlung aktualisieren. Hier seien zunächst drei besonders hervorgehoben: Unclutterer, Minimal Mac und der Minimalist. Letzterer hat auch ein Buch herausgegeben, das ich gerade lese (allerdings als e-Book). Wenn ich es gelesen habe, werde ich davon berichten.

In der neu geschaffenen Kategorie in diesem Blog werde ich nun also ausführen:

Warum sich das Entrümpeln des Lebens lohnt, in welchen Bereichen meines Lebens ich damit angefangen habe und welche konkreten Ideen ich dazu entwickelt habe und welche Werkzeuge und Methoden mir letztlich hilfreich erscheinen.

Ein neues Objekt in meinem Leben muss nun immer erst die Fragen beantworten:

Vereinfachst Du mir wirklich etwas oder machst Du mir mein Leben komplizierter? Muss ich dich wirklich haben? Was nimmst Du mir im Gegenzug, wenn ich Dich in Besitz nehme (mindestens Platz, meistens auch Zeit und sicherlich auch Geld)? Rentiert sich das für mich am Ende?

Und ich werde erörtern, warum mir diese Herangehensweise nicht den Spass am Leben verdirbt, sondern ganz im Gegenteil meine Lebensqualität verbessert.

Ein Gedanke zu „Vereinfachung“

  1. Ich beschäftige mich auf Arbeit gerade auch mit dem minimalistischen Ansatz.

    Wir stehen dort vor der Aufgabe, ein riesiges Computersystem über mehrere Jahre zu renovieren. Die Beteiligten haben viele tolle Ideen: Cloud Computing, Web 2.0 und viele neue Funktionen, die im alten System bislang fehlten.

    Die größte Gefahr für dieses Projekt besteht darin, dass man ein IT-System beginnt zu bauen, das allen Regeln der modernen IT-Architektur entspricht. Dabei wird man plötzlich mit vielen neuen Technologien herum hantieren müssen, schafft sich neue Kriegsschauplätze und hat immer weniger Zeit/Ressourcen für die ursprünglichen Aufgabenstellung.

    Uns beschäftigt daher nicht die Frage:
    Was fehlt noch für ein wirklich schönes, neues IT-System?

    Sondern wir diskutieren mit den Beteiligten heftigst die Frage:
    Was können wir noch weglassen, um es bis zum ersten Release überhaupt zu schaffen?

    Diesen Ansatz sollte man auf keinen Fall mit dem 80/20 Ansatz von der alten Schlampe Pareto verwechseln.

    ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.