Als wäre es mein letzter Tag

Orangene Kegel stehen am Ufer gegenüber. Sie unterbrechen die Nacht in rhythmischen Mustern. Rhythmisch exakt auf den Punkt klingt auch mein Atem dazu der hämmernde Rhythmus von Machine Gun von Portishead. Nur schwer ist der feuchte Weg zwischen dem Laub im Zwielicht zu erkennen. Ich laufe etwas langsamer. Ich muss weder mir, noch jemand anderen etwas beweisen. Dieser Lauf ist nur für mich.

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Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter. Heute kann ich ganz bewusst sagen: Das habe ich getan.

Kleine Kinder haben den Vorteil, dass man nicht in die Gefahr kommt, den Tag zu verschlafen. Und so beginnt auch der Samstag pünktlich um Sieben, nur wenig später, als jeder Wochentag, wenn man bedenkt, dass der kleine Racker gefühlt schon seit zwei Stunden im Bett turnt und „Lädl, lädl, lädl“ singt. Ein Frühstück mit Bagles und Spiegeleiern. Was will man mehr? Ok. Seranoschinken, Käse und zum Abschluss noch Erdbeermarmelade. Aber das hatte ich auch alles.

Dann hieß es im Haushalt etwas aufzuarbeiten. Im Flur mussten Lampen ersetzt werden, in der Essecke auch.

Dann die ganze Familie angezogen und raus. Während Dominik, Vincenz und Annette bereits zum Park spazierten, machte ich noch einen Abstecher beim Frisör. Das ist wirklich Lebensqualität für mich. Mit der richtigen Frisur (welche das jeweils ist, wechselt selbstverständlich gelegentlich) steigt mein Selbstbewusstsein enorm und ich fühle mich einfach gut. So einfach geht das. Vom Frisör gleich zum türkischen Supermarkt um die Ecke. Zutaten für das Essen morgen einkaufen. Dann zum Blumenladen und Blümchen für Annette kaufen. Das ist ebenfalls gut angelegtes Geld. Nicht ist so nachhaltig befriedigend, wie die richtigen Geschenke. Ich könnt es ausprobieren. Es stimmt. Sich etwas selbst zu kaufen fühlt sich weniger lange und intensiv gut an, wie ein Geschenk für jemand anderen, eine Geste oder einfach nur Hilfe.

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Dann hinterher in den Park. Dort eine runde wippen, schaukeln, buddeln. Zurück nach Hause, essen kochen. Was war das lecker. Pasta mit Lachs-Sahne-Soße… das Rezept gibt es das nächste mal, wenn ich es koche und daran denke auch ein Foto zu machen. Aber ohne Aufmacher wäre das Rezept nur halb so attraktiv.

Ich bin bekennender Rotweintrinker. Aber zu diesem Lachs passte der italienischer Chardonnay einfach perfekt.

Während Dominik und Vincenz „Traumstunde“ machten, hatten Annette und ich uns u.a. die an dieser Stelle zitierte Sendung angesehen. Dann etwas spielen zu Hause und – das bleibt nicht aus – Post etc. abarbeiten. 45 Minuten, dann war alles entweder erledigt, einsortiert oder an der richtigen Stelle auf der Aufgabenliste.

Nachdem der Rest der Familie im Bett war, drehte ich dann noch eine nächtliche Runde. Und nun zurück, gibt es noch einen Blogartikel und dann ab ins Bett.

Mehr von diesen Tagen!

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