Kapitelrefaktorisierung in der Mai-Doktorschriftwoche

Ich sitze gerade im Wohnzimmer auf der Couch und trinke einen recht leckeren Zinfandel aus Kalifornien. Auf den Schoss habe ich den Laptop, an dem ich heute schon den halben Tag gearbeitet habe. Es ist wieder Doktorschriftwoche.

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Dieses Mal habe ich meine Familie nicht nach Hamburg geschickt, sondern mich selbst zu meinen Eltern ausquartiert. Die Ausstattung ist dort zwar nicht vergleichbar mit dem, wie mittlerweile unser Arbeitszimmer funktioniert aber es geht ja auch „nur“ darum, so eine Arbeit in groben Zügen fertig zu bekommen.

Ja, es ist nur ein einfacher 17″ TFT am Mac mini meines Vaters und der Bürostuhl wurde vermutlich der Anatomie von R2D2 entsprechend entworfen, es ist ziemlich warm dort im Zimmer aber es ist ruhig und ich bin für die Kinder verschwunden. Das reicht aus, um voran zu kommen. Heute habe ich gemäß der Kritik meines Doktorvaters das erste Hauptkapitel der Dissertationsschrift völlig auseinandergenommen. Ein Großteil von Kapitel 3 wanderte in Kapitel 5 und ein ganz kleiner Teil in Kapitel 2, wo es noch angepasst werden muss. Das Ergebnis sind jetzt zwei Kapitel (3 und 5), die keine Struktur, keine Gliederung und keinen roten Faden mehr haben und zudem hochgradig unvollständig sind. Dem Kapitel 2 und 4 geht es jeweils gut. Um die letzten Punkte aus Kapitel 4 werde ich mich morgen kümmern. Da sind ein paar Unterkapitel noch mit Inhalt zu füllen. Dann muss ich mir jeweils eine schlüssige Gliederung für die Kapitel 3 und 5 ausdenken. Kapitel 3 stellt den Hauptteil meiner Arbeit dar, war aber nach dem ersten Entwurf für den Leser nicht verständlich. Es wurde nicht klar, wo ich allgemeine Konzepte, wo konkrete Realisierungen und wo Anforderungen beschrieb. Kapitel 5 ist ein Erfahrungsbericht. Hier beschreibe ich, wie große Teile meiner Konzepte an der TU Berlin zum Einsatz kommen und welche Erfahrungen wir damit sammeln konnten. Das meiste, das ich für 3 geschrieben hatte landet nun dort. Alles, was Generalisierbar ist muss ich nun in 3 wieder aufbauen. Wenn ich gleich mal ins Bett gehe und es morgen gut läuft, kann ich damit vielleicht schon übermorgen beginnen. Dienstag, Donnerstag und Freitag werde ich vormittags zu Hause in meinem Arbeitszimmer arbeiten können. Da ist Dominik bei der Tagesmutter und Annette und Vincenz verstreuen sich im Rest der Wohnung. Die restliche Zeit werde ich dann wieder zu meinen Eltern rüber.

Bei mir im Arbeitszimmer reicht mir der Mac mini völlig aus zum Arbeiten. Bei meinem Vater drüben nutze ich zusätzlich das Mac Book Pro, weil Omni Focus, Omni Outliner und Omni Graffle auf dem Computer meines Vaters nicht installiert sind. Die ganze Zeit am Laptop will ich meinem Nacken zuliebe aber auch nicht arbeiten. Daher der Kompromiss. Ferner gibt mir das die Gelegenheit zwischendurch mal ein bisschen aus meiner iTunes Bibliothek zu mir zu nehmen.

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