Buchempfehlung: Übelsetzungen

Heute muss ich mal eine Empfehlung für ein Buch aussprechen, das ich mir in Ahrenshoop nach dem Stöbern in einem kleinen Buchladen zugelegt hatte. Ich muss dieses Buch regelmäßig weit weg legen, um mich erst einmal wieder richtig zu beruhigen. Ich finde es wirklich unglaublich witzig.

„Langenscheidt Übelsetzungen: Sprachpannen aus aller Welt“ (Langenscheidt)

Natürlich ist es die reine Schadenfreude, die da aus mir raus bricht. Aber Schadenfreude ist wenigstens eine ehrlich empfundene Gefühlsregung. Man muss einfach auch mal dazu stehen, dass man sehr erleichtert ist, wenn anderen Leuten das passiert, vor dem man selbst immer Angst hat.

Das Buch ist auffallend klein und dünn. Macht aber nichts. Man kann es wirklich immer wieder lesen und zumindest ich persönlich schmeiße mich immer wieder weg. Am besten schaut man es sich zu mehreren an. Dann kann man sich zusätzlich gegenseitig hoch schaukeln.

Die meisten Sprachpannen sind durch Fotos dokumentiert. Diese wurden zusätzlich kommentiert. Das ist gefährlich. Wie oft habe ich es erlebt, dass die gezeigten Pannen durchaus lustig waren, jedoch durch den Kommentator einfach nur versaut wurden. Hier passt einfach alles zusammen. Und der Kommentar bringt einen oft noch auf andere Spuren oder den zweiten Lacher, wenn man verstanden hat, wie der Fehler denn zustande kam.

Eine obligatorische Leseprobe aus der Anleitung eines Toasters:

Sie nehmen nie Messer oder Gabel in Kassette. Schwere Stromschock möglich. Gefahr! Toaste vorsichtig aus Kassette nehmen. Nie gewaltig ziehen. Nie gewaltig entfernen. (Wasserpumpenzange)

Für grobe Falle können Sie international ruf!

Dazu dann der Kommentar:

Aufpasse mit diese Toaster! Trotz „schone Schwarzfusse“ besteht hohe „Leuchtgefahr“. Der belgische Hersteller bittet außerdem darum, Krumen stilvoll aus der „Krumenschachtel“ zu nehmen: „Gucke nache toaste immer nach Asche oder Krume. (Alle Jahr mindest).“ Das Wichtigste: „Bei große Stinke oder Leuchte liegt unfältige Gebroken an.“ Was auch immer das ist – die Firmer übernimmt dafür keine „Hafte“.

Unbedingt lesen!

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