Planespotting

Ich bin kein großer Freund vom Fliegen. Natürlich sind Flugzeuge irgendwie spannend. Zumindest technisch gesehen. Aber ich vertrage das Fliegen nicht so und deshalb sind meine Assoziationen mit Flugzeugen nicht so positiv.

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Dominik auf der Aussichtsplattform Flughafen Tegel

Bei Dominik ist das ganz anders. Er sieht aus dem Garten der Tagespflege die Flugzeuge immer aus der Entfernung auf dem Flughafen Tegel landen. Jedes einzelne Flugzeug ist ein Erlebnis für ihn. Grund genug, um mit Dominiks Opa zusammen heute mal zum Planespotting zu gehen.

Wie sollte es anders sein? Es regnete heute den ganzen Tag ohne Unterbrechung. Der Weg zum Flughafen war Stress pur. Eigentlich kommen wir leicht mit zwei Bussen zum Flughafen. Ampelausfälle, Unfälle und Rückstau von der Autobahn sorgten aber für mehr als 30 Minuten Stop-and-Go in einem überfüllten Bus.

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Einfahrt zum Flughafen Tegel

Um Dominiks Laune nicht gänzlich zu zerstören, nehmen wir den zweiten Bus nicht mehr, sondern machen einen kleinen Spaziergang zum Flughafen.

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Fussgängertunnel

Um auf das Dach des Flughafens zu kommen, muss man 2,- € pro Erwachsenen und 1,- € pro Kind bezahlen. Dominik geht noch kostenlos durch. Ferner gibt es eine echte Gepäckkontrolle. Man kann aber auch innen das Treppenhaus hoch laufen und aus dem Warmen heraus kostenlos die Flugzeuge zu beobachten.

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Tower des Flughafens

Nur die Harten kommen in den Garten. Deshalb drücken wir uns natürlich draußen im strömenden Regen herum. Damit sind wir übrigens nicht die einzigen. Uns kam eine Mutter mit Kind entgegen, als wir hoch laufen. Und auf dem Weg nach unten kommt uns ein Pärchen mit Kind entgegen.

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Dominik mit seinem Opa vor dem Schaukasten mit einem aufgeklappten Düsentriebwerk

Die Faszination meines Kindes für den Betrieb auf dem Flughafen war natürlich einfach alles wert. Und Wind und Wetter waren einfach egal. Dafür gab es startende und landende Flugzeuge bis der Arzt kommt, tolle Autos und was weiss ich, was da noch alles toll war. Er redet ja nicht viel.

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Landendes Flugzeug (Umkehrschub gut durch den Regen zu sehen)

Alles in allem ein wirklich gelungener Tag für Dominik… und ich fall gleich auch tot ins Bett…

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Startendes Flugzeug

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Startendes Flugzeug #2

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Fliegendes Flugzeug

Update


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Aus rein nostalgischen Gründen musste ich noch den Scan der Eintrittskarte hinzufügen ;-)

7 Gedanken zu „Planespotting“

  1. Also, das „echte“ Planespotting wäre ja nix für mich. Den ganzen Tag rumstehen nur um den x-ten Flieger, der aussieht wie die anderen (nur mit irgendeinem anderen Kennzeichen), der Sammlung beizustellen. – Doch bei den Bildern hier gefallen mir die Wasserwolken, die die Düsen aufwirbeln. Und dann noch in Schwarzweiß. Regenwetter kann überraschend attraktiv sein.

  2. Regenwetter und Morgennebel sind super für interessante Flugzeugaufnahmen, es kann halt nur für den Fotografen unangenehm nass und kalt werden. :)

    Die Besucherterrasse in TXL ist sicher auch besser für Fotos geeignet als der Acker neben dem Runway in Stuttgart… Dort kann es schon mal vorkommen, dass auf einmal freundliche Herren in Grün auftauchen [die unauffällige Fotoausrüstung und das Objektiv übersehend] und fragen, was man da eigentlich so macht…

    Mich haben Flughäfen als kleines Kind auch total fasziniert. Ich habe immer eine lange Schnute gezogen, wenn wir auf der A5 and Frankfurt vorbei gefahren sind, ich die ganzen Flugzeuge gesehen habe und meine Eltern gerade KEINE Lust hatten, nach einer langen Reise noch zwei Stunden mit mir durch den Flughafen zu dackeln. Mit der Zeit hat die Faszination natürlich ein wenig nachgelassen, aber sie ist immer noch geblieben.

    Deine Fotos sind übrigens große Klasse! (Ab auf meinen Wunschzettel: Canon 35–350 oder 100–400. Und mehr Zeit für Flugzeug- und Tierfotos einplanen.)

  3. Freut mich, dass dieser Artikel eine solche Resonanz zeigt. Nach meinen letzten längeren Artikeln zu echten Sachfragen war ich schon etwas enttäuscht, dass es so wenig Reaktionen gab. Aber die Zahl der Leser schrumpft halt umgekehrt reziprok zur Anzahl der Zeilen in einem Artikel.

    Nein, ist schon klar. Geschichten, die das Leben schreibt, sprechen eben auch mehr Menschen an.

    Mit den Fotos bin ich auch sehr zufrieden. Gut, dass da nicht strahlend blauer Himmel war. Das hätte die Fotoreportage vermutlich um einiges schwieriger gemacht. So gab es wenigstens mal ein paar neue Aspekte.

    Dazu sein noch gesagt: Das 100-400mm von Canon konnte ich schon einige Male ausleihen. Das ist einsame Sahne. Und das benutzen auch einige schon erfolgreich für Flugzeuge und Tieraufnahmen. Ich hatte für meine Aufnahmen lediglich das 28/2.8, das 50/1.8 und das 85/1.8 von Canon dabei.

  4. Ja, sehr fein! Schöne Beispiele. Und da sieht man ja auch Dich(?) mit der Tonne auf der Jagt, oder?

    Tut mir leid, aber Dein Kommentar landete wegen der hohen Linkdichte erst einmal zur Moderation auf Halde. Habe gerade erst mal wieder nachgesehen. Hatte viel Freizeitstress die letzten Tage ;-)

  5. Ja, das hier bin eindeutig ich :) Mensch, das ist auch schon wieder ein Jahr her… wie die Zeit vergeht!

    Im Silicon Valley gab es (gibt es hoffentlich noch!) eine Firma (BorrowLenses), die Objektive zu absoluten Spottpreisen verliehen hat. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich für das 100–400 für eine Woche gerade mal um die $50 bezahlt. Sowas habe ich leider hier in Deutschland noch nicht gefunden.

  6. Bei den Optikverleihern, die ich kenne, könnte ich mir für ca. 4 Ausleihe das Objektiv neu kaufen. Deshalb habe ich bislang nur von Freunden und Familie geliehen.

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