Weg zur Arbeit mit Hindernissen

Was stimmt an folgendem Foto nicht?

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Linke Seite meines Fahrradlenkers

Richtig! Der Bowdenzug für den Schalthebel fehlt. Der ist mir gerissen. Dabei bin ich natürlich mit der Hand abgerutscht, als der Zug auf einmal plötzlich nachgelassen hatte und habe mir die Hand am Lenker leicht gestaucht. Es handelt sich um den vorderen Kettenumwerfer, der wenn er ganz entspannt ist auf dem kleinsten Kranz steht.

Hätte ich zum Fahren nur noch den größten Kranz vorn gehabt (die höchsten, also schwersten Gänge), wäre das kein größeres Problem gewesen. Anfahren wäre zwar schwierig geworden aber dank meiner gestählten Beinmuskulatur, wäre ich trotzdem fix auf Arbeit gewesen. Aber der kleinste Kranz (Berggänge) heisst: treten, treten, treten und nicht voran kommen.

Also musste ich mir etwas einfallen lassen. Und das sah so aus:

gerissener_bowdenzug-img_8045.jpg
Vorderer Umwerfer mit Stock fixiert

Zuerst steckte ich einen dickeren Stock in die Mechanik des Umwerfers, um etwas über den mittleren Kranz spannen zu können. Ein paar Umdrehungen mit den Pedalen und die Kette saß auf dem mittleren Kranz. Danach steckte ich diesen Stock in die Mechanik des Umwerfers, um die Kette auf dem mittleren Kranz zu halten.

Ich will nicht verschweigen, dass ich vorher eine andere, blödere Idee hatte. Ich wollte die Justierschraube für die untere Begrenzung des Umwerfers so hoch stellen, dass sie die Kette auf der Mitte hält. Das hatte aber nur zur Folge, dass am Ende der Schraubenkopf dank ungeeignetem Werkzeug vergurkt war. Bowdenzug, Schraube etc. habe ich auf dem Rückweg noch beim Fahrradladen meines Vertrauens gekauft.

Und was ich bei der Gelegenheit gleich noch mitgenommen hatte, verrate ich euch morgen… ;-)

5 Gedanken zu „Weg zur Arbeit mit Hindernissen“

  1. Und da war er wieder, der eindrucksvolle Beweis, daß eine Kettenschaltung zwar grundsätzlich etwas anfälliger ist (Bowdenzug reißen kann auch bei Nabe passieren, da ist aber normal nicht soviel Zug drauf), allerdings das Problem oft mit einfachsten Mitteln bis zu einer fachgerechten Reparatur zu umgehen ist.

  2. Ich hoffe, Du hast nicht wirklich geglaubt, dass das funktioniert:
    „Power Control Japan“
    Vor allen nicht mit einem kleinen Hebel an einem Fahrradlenker …

  3. Sicher, dass der Bowdenzug einfach so gerissen ist? Liegt vielleicht ein Akt der Sabotage vor und der Angreifer war einfach nur zu doof, Brems- und Schaltbowdenzug zu unterscheiden? Hast Du irgendwelche Nachbarschaftsstreitigkeiten?

    Vielleicht waren es auch Schrottdiebe osteuropäischer Herkunft! Man hört ja immer wieder, dass alles mögliche Metall gestohlen wird, um es beim Schrotthändler zu Geld zu machen – z.B. Gleise: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_25070228

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