Freipullern

Warnung! Dieser Artikel enthält explizite Beschreibungen kleinkindlicher Ausscheidungen. Ferner wird über Eltern von Kleinkindern hergezogen. Wenn Sie schwache Nerven haben, schauen Sie sich besser nur das süße Babyfoto an. Ich danke für die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften.

Ich verbreite hier sicherlich keine neuen Erkenntnisse, wenn ich zur Auffassung komme, dass man eigentlich Schulen, Hochschulen bzw. irgendeine qualifizierende Maßnahme gar nicht mehr braucht, wenn man den Eltern von Kleinkindern zuhört. Was die schon alles können? Also die Kinder. Die Eltern ja nicht so.

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Um es klar zu sagen: Dominik ist jetzt schon fast ein halbes Jahr alt, kann nicht Sprechen, nicht Krabbeln, nicht sitzen und schläft auch nur durch, wenn er es will. Gestern aber habe ich endlich etwas herausgefunden, was unser kleiner Mann kann, womit ich bei anderen Eltern sicher punkten kann. Vom Wickeltisch pullert Dominik im hohen Bogen nach Entfernen der Windel über 2 Meter weit! Gut, seine Position ist natürlich wickeltischbedingt etwas erhöht. Aber diesen Wasserdruck kann er auch etliche Sekunden aufrecht erhalten. So war Papas T-Shirt genauso nass, wie seine Trainigshose und trotzdem hatten wir noch eine beachtliche Menge Urin auf dem Boden, so dass ich mir ernsthaft um den Laminat Sorgen machte.

Also immerhin: Mein Sohn ist meister im Freipullern!

7 Gedanken zu „Freipullern“

  1. Na warte mal ab, zu Weihnachten wackelt Dein Rekord. Ich lasse L.H. gegen D.H. antreten. Mehr verrate ich erstmal nicht. Zieht Euch schon mal warm an!

  2. Bis dahin haben wir hier ja noch Zeit zum trainieren. Aber bei dem Papa hat das Bratz natürlich schon mal gute genetische Voraussetzungen fürs Preispullern.

  3. lieber thomas,

    was euer sohn alles schon kann, da bin ich mir ziemlich sicher, ohne ihn kennengelernt zu haben:

    – erkennt seinen eigenen namen
    – hat umfangreiches wissen über die sprachmelodie des deutschen
    – kann Deutsch von anderen Sprachen unterscheiden
    – erkennt deine Stimme und die deiner frau
    – erkennt überhaupt bekannte Stimmen
    – hat langsam eine ahnung davon, was ein wort ist udn was nicht, obwohl wir ohne punkt, komma und leerzeichen sprechen
    – trainiert Stimmklang und alle artikulatorischen Organe
    – ahmt Laute der Mutter nach
    – beginnt vielleicht schon zu lallen
    – beginnt gerade Gesten mit sprachlichen melodien auszuschmücken

    also von wegen: er kann nicht sprechen : )

  4. Liebe Dinah!

    Um es mal ganz klar zu sagen: Mein Sohn ist natürlich das beste Kind auf der Welt. Gar keine Frage. Er kann fast jeden Tag irgendetwas neues und hat die Entwicklung z.B. kleiner Kätzchen, die ich nun aus eigener Erfahrung kenne lange lange hinter sich gelassen. Er hat mittlerweile bereits gute Vorstellungen auch von komplexeren Ursache/Wirkungsketten (eine Eigenschaft, die den meisten Teilnehmern am Straßenverkehr offensichtlich mit dem Erwerb eines Kraftfahrzeuges wieder verloren geht) und erreicht auch indirekt seine Ziele, wenn es sein muss. Die von Dir genannten Eigenschaften bezüglich Sprache kann ich zumindest zu großen Teilen aus eigenen Beobachtungen bestätigen. Und ja, er brabbelt und „singt“ dabei bereits so, wie deutsche Sätze klingen. Er probiert aber auch ganz andere Dinge mit seinem Mund und seiner Stimme aus. Dinge, die zum Teil sehr kompliziert nachzumachen sind. Er ist da offensichtlich noch viel flexibler, als wir.

    Mit den Jahren bin ich von meinem Wesen her immer viel entspannter und toleranter geworden (im Gegensatz zu meiner schwarz-weißen Welt zu Abiturzeiten). Zu oft lag ich mit meiner festgefahrenen Meinung falsch, als dass ich die falsche Meinung anderer heute leichtfertig als solche erkennen kann. Im Gegenzug dazu, reizt es mich aber immer mehr zu provozieren und zynisch zu werden.

    Höre ich anderen Eltern zu, so neigen sie nicht nur zu Übertreibungen, sondern auch zur echten Wirklichkeitsverzerrung. Würde ich diesen Eltern glauben, müsste ich denken, mein Sohn ist eine echte Null. Und das ist die Message hier: Kleine Menschen sind großartig. Und dafür brauchen sie keine offensichtlichen Superlative, mit denen man sich als Eltern schmücken kann. Das Wunder ist allein, dass sie da sind, dass sie einen bedingungslos lieben und vertrauen und dass sie sich entwickeln. Egal wie. Aber irgendwie so, wie man sie lässt aber doch nicht in allen Details kontrollierbar. Es sind halt doch eigenständige Menschen. Von Anfang an.

    Also bitte meine zynischen Artikel so lesen, wie sie gemeint sind. Immer mit einem zusammengekniffenen Auge, einem Schmunzeln (daher auch Kategorie: Lustiges) und dabei das Super-Kind fest im Arm.

    Das will jetzt aber nicht heißen, dass ich hier fachlich und sachlich spannende Kommentare unterbinden will. Immer her damit. Dafür provoziere ich hier ja. Und vielen Dank für diese Ausführungen!

    Für die anderen Leser: Dinah weiß hier genau, wovon sie spricht!

  5. ich hab das schon alles so verstanden, wie du es meintest : )
    und: das klingt nach einem berechtigterweise sehr stolzen vater!
    halt mich auf dem laufenden, wann das erste wort kommt. aber das muss noch nicht, man erwartet das fruehestens mit 10 monaten.
    mit den satzmelodien klingt es uebrigens so, als waere dein sohn da schon sehr weit, kannste denen da draußen sagen. in jedem falle ist im moment die melodie hinter allem das, worauf dominik am meisten achtet. also immer schoene lieder vorspielen : )

  6. Affenbabys sind in den ersten 1 1/2 Jahren auch deutlich schlauer als Menschenbabys. Könnte bedeuten, wer am Anfang etwas länger braucht wird am Ende die Krönung der Schöpfung.

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