Auf der Fahrt von Hannover nach Berlin

21:51 Uhr irgendwo zwischen Hannover und Berlin-Spandau im ICE 645. Das Treffen der Datenschützer geht morgen in Hannover weiter. Ich würde gerne noch weiter teilnehmen. Aber morgen steht wieder eine Menge Arbeit an. Vielleicht gibt es ja noch die Möglichkeit, mit dem einen oder anderen, den ich heute getroffen habe weiter zu reden.

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Constanzes Vortrag hat mir wenig Neues aber gut Zusammengestelltes und schön Reflektiertes gebracht. Manchmal kennt man halt schon alle Songs. Aber die Compilation macht es. Und die Sorge ist wach. Zwischenzeitlich denke ich mir dann immer wieder: Warum gibst Du Dir das eigentlich? Schluck einfach die blaue Pille (oder war es dir rote? – selbst das habe ich vergessen :-)) und mach Dir einfach keinen Kopp mehr. Und dann erzähle ich das bisschen was ich bei uns so mit erreichen konnte und denke mir: Wenigstens etwas. Und wenn ich dann höre, dass man anderswo lange nicht so weit ist, gibt es natürlich auch Auftrieb um weiterzumachen. Aber diese kleinen Erfolge in der kleinen Uni namens TU irgendwo in einer kleinen Stadt namens Berlin ist halt nur ein kleiner Fleck, wo man anfangen kann, es richtiger zu machen. Als mündige Bürger müssen wir uns vor allem um das große Bild kümmern. Über eins waren wir uns wohl einig: Diese “staccatoartigen Forderungen” unseres Innenministers machen es eher einfacher, Menschen für den Datenschutz zu sensibilisieren. Oder wie mein Schwager immer sagt: Es muss erst viel schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Das Problem ist: Wenn erst einmal ein paar Gesetze durch sind, wird man sie nicht so schnell wieder los. Wie schnell ist es möglich, zu mobilisieren und etwas zu erreichen? Wie viele Kinder sind bis dahin schon in den Brunnen gefallen? Die Angst vor Selbstmordattentäter ist so real im Gegensatz zum Verlust der Kontrolle über die eigene Identität im Netz. Wir sollten “Das Netz” mit Sandra Bullock mal zur Pflichtlektüre machen. Hier ist im kleinen und natürlich im Hollywoodstil gezeigt, was es heisst, in der heutigen Gesellschaft nicht mehr Herr seiner eigenen Daten zu sein.
Ansonsten habe ich eine Buchbestellung losgetreten. Vielleicht ist der eine oder andere Leser ja auch interessiert. ;-)

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