Meine neue Sonnenbrille

Gerade 15 Jahre ist es her, da machte ich meinen Führerschein. Bei den ärztlichen Eignungsuntersuchungen zu meiner Fahrerlaubnis wurde eine Schwäche meiner Augen diagnostiziert (0.5 und 0.75 Dioptrin, sowie eine leichte Hornhautverkrümmung). Zum Ausgleich dieser optischen Eigenarten meiner Augen erstand ich seiner Zeit zwei topmodische Brillen. Eine klare und eine mit selbsttönenden Gläsern.

Heute, 15 Jahre später hat sich meine Sehstärke nur unwesentlich verändert (0.25 und 0.5 dpt). Allerdings war meine Frau der Auffassung, dass die geeigneten Sehhilfen nicht mehr dem aktuell geltenden modischem Verständnis entsprächen.

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So erstand ich meine neue Sonnenbrille bei einer Filiale einer bekannten Optikerkette, nachdem der kleine Optiker bei mir um die Ecke jedes Vertrauen verspielt hatte, nachdem ich mir eine Sonnenbrille ohne Sehstärke dort gekauft hatte, die nach wenigen Tagen kaputt war (die Bügel hatten die Kunststoffgläser zerkratzt, obwohl sie in dem dazu gekauften Etui lag) und es sich bei den Schäden „ganz klar, um einen Fehler des Kunden“ handelte.


Als Amateurfotograf hat man es schwer beim Brillenkauf. Man weiß ja (meist durch viele schmerzliche Tests), wie sehr es auf einwandfreie Optik ankommt. Und z.B. ohne Entspiegelung geht es ja gar nicht. Wenn die Frage danach kommt, ob es denn Zeiss-Gläser sein sollen, kommt wieder dieses kribbelnde Gefühl im Fotofreak auf. „Zeiss“! Bevor man diesen Hersteller im Fachgespräch unter Knipsern nennt macht man da ehrfurchtsvoll erst einmal eine kurze Pause und schluckt noch mal. Also Zeiss soll es doch sein; jedenfalls für eine Brille, die ich vor allem auf dem Rad im Straßenverkehr tragen will, wo es mir doch darauf ankommt, die entscheidenden Fakten Millisekunden vorher sehen zu können.

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Als dann die Frage nach dem Pol-Filter kam, bin ich auch weich geworden. Pol-Filter sind was feines. Sie reduzieren Spiegelungen. Das ist besonders bei tief stehender Sonne auf dem Asphalt spannend. Fotografisch eindrucksvoll gelang es mir jedoch noch mit dieser Aufnahme heute morgen. Das Foto oben ist direkt, das unten durch die Sonnenbrille aufgenommen.

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Da die Kamera immer versucht das Bild wieder zu normalisieren, habe ich hier noch mal einen direkten Vergleich gemacht mit halb vorgehaltener Brille.

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Übrigens hilft die Brille auch sonst im Straßenverkehr. Wenn so ein Typ mit CCC-T-Shirt, Helm, Handschuhen und so einer geilen Sonnenbrille ankommt, sieht der wohl so aus, wie jemand, mit dem man keinen Streit will. Und allein das Zögern der Verkehrsteilnehmer reicht meist, um schon weg zu sein, bevor sie sich wieder der kreativen Beteiligung am Verkehr widmen können.

Ich werde jetzt auf der Arbeit auch immer die Brille griffbereit haben. Und bevor ich mir dann ein Problem ansehe, kommt der Griff zur Brille. Ist auf jeden Fall total cool.

Ach… und eine neue Brille fürs Autofahren und für längere Bürosessions habe ich auch noch. Aber davon erzähle ich ein anderes Mal.

2 Gedanken zu „Meine neue Sonnenbrille“

  1. Das geht in die Richtung, ist aber eigentlich das genaue Gegenteil: DURCH die dunkle Brille wird die GEFAHR abgewendet. An der anderen Variante arbeiten die Jungs noch.

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