Lucky SHD 400 ISO 800 in Ilford Microphen

Da habe ich dann doch wieder mal einen Grund gefunden, um Fotos von Dominik ins Netz zu stellen. Im Schwarzweiss 57 sind Aktaufnahmen von Robert Farber vorgestellt. Die Aufnahmen sind einfach großartig. Mich faszinierte jedoch auch ein technisch/gestalterischer Aspekt, dem ich gerne auf den Grund gehen wollte. Robert Farber verwendet extrem grobes Korn an Stelle von Weichzeichner, um die Bilder zarter, verträumter wirken zu lassen.

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Da ich für meine Tests mit dem SFX 200 gerade frischen Microphen-Entwickler angesetzt hatte, testete ich einfach mal einen preiswerten Lucky SHD 400 auf ISO 800.

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Ich gebe zu, dass mein Test einfach mal komplett stümperhaft war. Ich hatte die Filmrolle nicht beschriftet und musste die Belichtung erst einmal mittels Schnipseltest herausfinden. In der Tat wusste ich nicht mehr, ob ich den Film bei Nennempfindlichkeit, ISO 800 oder ISO 1600 belichtet hatte.

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Entsprechend vorsichtig sollte man dann auch mit meinen „Ergebnissen“ umgehen. Microphen ist neu für mich, ich hatte vorher keine Tests mit dem Lucky auf Nennempfindlichkeit gemacht und kann nicht einmal 100%ig sicher sein, ob ich überhaupt auf 800 belichtet hatte.

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Die Aufnahmen sprechen jedoch dafür, dass diese Annahmen stimmen. Was noch nicht stimmte, war die Entwicklungszeit von 12 Minuten. 13 Minuten wären besser gewesen. Und 14 Minuten verkraftet die Kombination sicherlich auch bei einem Rhythmus von 10 Sekunden pro Minute kippen.

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Das Korn ist hier als Gestaltungsmittel durchaus brauchbar. Das Bild oben zeigt eine 1:1 Vergrößerung eines 2000dpi-Scans vom Negativ. Beim Lucky hat man zusätzlich auch noch einige Überstrahlungseffekte mit dabei.

Wenn ich irgendwann bessere Daten für die Kombination habe, werde ich sie als Kommentar anfügen. Wenn jemand andere Tipps hat, her damit.

4 Gedanken zu „Lucky SHD 400 ISO 800 in Ilford Microphen“

  1. Nee. Mein Fall ist das nicht.

    Kriegt man das nicht auch mit einem normalen Film hin, wenn man einfach beim Scannen ein paar Kekse nebenbei isst?

    Wenns verträumt aussehen soll, würde ich Weichzeichner nehmen. Seid Neustem gibts dazu auch einen Effekt, den ich aus aktuellen 3D-Spielen als „Bloom-Effekt“ kenne. In Fernsehserien habe ich den auch schon entdeckt. Da sind die hellen Farben stark überbelichtet. Weiss Du, was ich für einen Effekt meine?

    Viele Grüße,
    Lars.

  2. Lieber Lars!

    Weichzeichner geht natürlich auch. Kann auch gut sein. Ist aber anders. Gleiches gilt für den von Dir beschriebenen „Bloom-Effekt“, den ich gerne mal sehen würde, um zu sagen, ob er mir bekannt ist ;-)

    Filmkorn kommt total aus der Mode. Aber die Möglichkeit meiner Digitalen bis ISO 400 praktisch komplett glattgebügelte Bilder zu produzieren, weckt den Wunsch in mir, mit dem guten alten Filmkorn zu experimientieren. Und in meinem Baby-Urlaub habe ich da halt auch etwas Zeit für.

    Das körperliche Erlebnis, einen Film mit Hand zu entwickeln kann auch durch so geniale Werkzeuge, wie Adobe Lightroom keineswegs ersetzt werden. Gut, dass ich Amateurfotograf bin. Das gibt mir die Möglichkeit, völlig ineffizient rumzupanschen, selbst wenn die Ergebnisse dann nicht mehr zeitgemäß sind.

    Viele Grüße,
    Thomas

  3. Sieht so aus, als ob Nummer 1 a) ganz nach dem Herrn Papa schlägt und b) in Fingerrechnen schon unschlagbar ist. Da solltest du dir trotzdem kein x für ein u vormachen lassen. Noch nicht!

    @Lars: Den Vergleich mit den Keksen beim Scannen finde ich sehr schön. Die könnte man zwischendurch auch mal schön an den Moni prusten, wenn’s mal wieder lustig wird.
    @hildi (again): für Körner kannste ja die 10D auch auf ISO 1600 laufen lassen. Und dazu 1 guten Korn wechkippen ;-)
    Aebr ich versteh auch Deine Begeisterung fürs Plantschen. Das bringt natürlich auch die Jungvaterschaft so mit sich.

  4. @Grapf: Besser noch, als Kekse auf dem Monitor ist es übrigens, da drauf zu niesen. Das gibt schöne bunte Regenbogenmuster. Selbst bei Schwarzweissaufnahmen! ISO 1600 auf der 10D ist übrigens selbstverständlich gerne benutzt bei mir. Kommt besonders nach der Graustufenwandlung hervorragend. Aber warum eigentlich nur 1600? Da gibt es doch noch das „H“ aka 3200. Das kann man sich doch auch noch mit anschalten. Und das kommt richtig krass auf der 10D! :-)

    Auf Korn zur inneren Anwendung stehe ich nicht so. Du weisst ja, dass ich hauptsächlich von Mangolassi lebe. Ansonsten darf es dann mal ein guter Crianza sein.

    Das planschen mit Chemikalien ist zum einen die Forsetzung meines Chemie Leistungskurses. Aus meiner Chemikerkarriere ist ja sonst nichts geworden. Meine Apotherinnenfrau hier läßt sich auch eher fürs zusammenkippen von Chemie begeistern, als für schöne EBV. Außerdem findet es mein Sohn auch sehr angenehm mit dem Plätschern und so.

    Aber um mal harte Fakten sprechen zu lassen, hier „Kamera“ und Bilderstatistik von heute aus dem Lightroom:

    Canon EOS 10D: 2637
    CanoScan LiDE 600F: 1
    FinePix F30: 71
    CanoSCan FS4000US: 263

    D.h. fast 90% meiner Fotos sind jetzt 10D-Fotos. Ein Teil der etwas über 250 Aufnahmen, die mit der EOS 300x und der 30 gemacht sind, stammen auch noch von meiner Frau. Ich mache also nicht mehr wirklich viel mit den Analogen. Trotzdem genieße ich es – und dafür ist das ja. :-)

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