Mein iPod ist ein iRiver

Vor etwa zwei Wochen war Timo das erste Mal nicht nur mit seinem MacBook, sondern auch mit seinem iPod bei mir. Aber auch bei den Nicht-Applern bei mir auf der Arbeit machen sich die kleinen (mittlerweile ja auch in allen Größen bunte) Ohrwürmer breit. Als Nicht-Discogänger war ich natürlich von den Socken, als ich in einer einschlägigen Musikzeitschrift von iPod-DJ-Equipment las.

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Diese iPod Shuffels sind irgendwie gar nix für mich. Für 80 EUR will ich schon was in der Hand halten. Aber so ein Nano hat wieder einmal die typische Apple Produkterotik. Das brachte mich dazu, über meinen iRiver nachzudenken. Brauche ich jetzt auch einen iPod?
Ich mag ja meine OGG-Files. Bei gleicher Größe können OGGs eine (für mich) hörbar bessere Qualität haben. Dem iTunes auf meinem Mac Mini habe ich auch erst einmal OGG beigebracht. Natürlich hängt es von unglaublich vielen Faktoren ab, ob sich der Unterschied bemerkbar macht oder nicht. Und MP3s, insbesondere hoch aufgelöste sind natürlich gerade für unterwegs einwandfrei.

Wofür benutze ich meinen iGP eigentlich? Vor dem Mac Mini brachte uns der iGP morgens unser Frühstücksradio. Mittlerweile hören wir Radio über Internet auf dem Mac. MP3s oder OGGs höre ich dann auf längeren Autofahrten oder in U- oder S-Bahn. Beim Gehen sind mir meine Ohren sehr wichtig. Mit Kopfhörern und insbesondere mit Musik werde ich unsicher. Ich benutze das Hören wohl ganz offensichtlich auch zum Navigieren aber auch, um „hinter mich zu sehen“. Wenig Verständnis habe ich dann für Leute, die an mir vorbei durch die S-Bahn gehen und ihre Kopfhörer so weit aufgedreht haben, dass ich von meiner Musik nichts mehr mitbekomme. Und dabei habe ich nicht Grieg, sondern Evanescense gehört.

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iPods sind toll und sicherlich ist es toll einen zu haben. Aber es ist auch ok, etwas anderes zu haben. In manchen Details wollen wir doch gar nicht Mainstream sein, oder? Einig sind Timo und ich mir in der Nutzung der Ohrwürmer. Aber er hört halt durch den Apfel, ich durch den Fluß.

Das Programm iTunes auf dem Mac finde ich prima und benutze es auch gerne. Den iTunes Store kann ich leider nicht unterstützen. Und ich finde es auch gut, dass Apple in einigen Ländern dazu gebracht werden soll, ihren iTunes Store auch für Musikspieler anderer Hersteller zu öffnen. Wer 100% legal Futter für seinen iPod, iRiver oder den USB-Player von Aldi sucht, sollte sich einfach mal nach freier Musik im Netz umsehen. Mittlerweile gibt es verschiedene freie Lizenzen für Musik. Da steht dann nicht Dieter Bohlen drauf. Aber TnT oder DD&D sind eigentlich auch nicht schlecht. Und es gibt noch viel mehr!

4 Gedanken zu „Mein iPod ist ein iRiver“

  1. Also, ich gebe ja zu, nicht ganz verschont von der Apple-Marketingmaschinerie zu sein. Dennoch ist rein objektiv der iPod nano ein prima Produkt, von der Funktionalität her erstklassig, der Preis ist dafür auch in Ordnung. Auf Radio kann ich absolut verzichten, ansonsten ist das Handling bei Hörbüchern etc. perfekt (der iPod merkt sich einfach global, an welcher Stelle mal aufgehört hat, auch wenn man den Track wieder auf iTunes zurücksynct).

    Jedoch gibt es eine große Einschränkung, die das komplette Produkt unbrauchbar macht, wenn man sich damit nicht arrangieren will oder kann (bspw. aus technischen Gründen): Der iPod funktioniert exakt nur mit iTunes. Wenn man (wie ich) ohnehin iTunes verwendet und damit zufrieden ist, ist das kein Problem, und die Integration ist so sexy, dass man nie mehr was anderes haben will. Aber wenn nicht, kann man den iPod einfach nicht benutzen. Period.

    Da waren die Leute von Apple durchaus clever, aber letztenendes ist es genauso verachtenswert wie das Zwangsbundling von Windows und dem Internet Explorer… wäre das Zeug nicht so unglaublich sexy… ;-)

  2. Na gut, ich glaube ich habe auf subtile Art auch versucht darzustellen, dass abhängig vom „Anwendungsfeld“ auch ein iRiver sexy sein kann ;-)

    Ergänzend vielleicht noch: AmaroK besitzt auch eine iPod-Anbindung. Meiner unter SuSE 10.2 weigert sich aber meinen iRiver zu verwalten. Das iTunes nix damit zu tun haben will, hatte ich ja oben bereits angedeutet. Aber AmaroK? Auf jeden Fall scheint es in der Version 1.4 jetzt Besserung zu geben.

  3. Dieser ganze iPod Hype… ne ne. Ich höre seit (fast) einem Jahr glücklich meine tägliche Musik unterwegs über meinen Palm TX (protz! :) ) und bin happy. Ein iPod würde sich für mich eh nur in der 80GB Variante lohnen, denn wenn ich schon aufrüste, dann möchte ich auch meine gesamten MP3s mitnehmen können. Diese nanos und minis und shuffles sind doch nur Geldschneiderei. Wenns den richtigen iPod in schwarz mit Unterstützung für offene Formate gäbe, der auch ohne Tricks als Datenspeicher zu missbrauchen ist (Shellintegration wäre da Pflicht!), bin ich Erster im Laden! :)
    Wobei ich ja komplett von iTunes überzeugt bin. Höre quasi zu Hause MP3s nur noch darüber. Demzufolge würde sich ein iPod ja nahtlos in meinen Gadgetpark integrieren… naja, wenn ich mal Geld übrig habe… :)

    Leute wie ich und wohl auch Du Thomas (soweit ich Dich einschätzen kann, was ich so auf Deinen Seiten sehe), die ohne Musik nicht leben können, ecken meiner Erfahrung eh immer an mit Überlegungen, welcher Musikdiener für unterwegs der richtige wäre… Meist bei Leuten, die auch mit nem 128MB Flashstick vom Aldi zufrieden sind (igitt ;)).

    Mist, dank Deinem Artikel denke ich jetzt wieder über nen iPod nach ;) war gerade drüber weg *gg*

    Gruß Robert

    PS: Rein subjektiv hat dieses Blendgerät von Apple für mich halt immer noch den besten Klang, den ich je mobil genießen durfte… führt leider kein Weg dran vorbei…

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