23C3 – Zusammenfassung: Tag I

Bevor ich mich wieder auf mache zur zweiten Runde, hier ein paar Notizen zum Tag I des 23C3, dem 23. Chaos Communication Congress.

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Pünktlich zu Congressbeginn wird es kalt und schmuddelig

Ich war nun zwei Jahre nicht auf dem Congress, weil ich zwischen Weihnachten und Neujahr einfach etwas Ruhe haben wollte. Und Ruhe gibt es da ganz sicher nicht! Nun ergab es sich, dass Annette sowieso in der Zeit arbeiten musste. Deshalb bot sich ein Besuch dort an.

Was kümmert einen schon das Wetter, wenn man auf einen Congress geht? Ganz einfach: Die Warteschlange vor dem BCC am Alex war wieder kräftig lang und man musste sich ein paar warme Gedanken machen. Diesmal wurde aber auch heißer Tee gereicht und ich bin dann doch irgendwann an der Schlange vorbei gewinkt worden… das ist aber eine andere Geschichte.

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Das BCC am Alex, der zur Zeit vermutlich häßlichste Platz Berlins

Schon vor dem BCC fallen Kameraleute und Pressefotografen auf. Die unterscheiden sich von den Congressteilnehmern teilweise nur dadurch, dass sie EOS 1Ds und 70-200mm inkl. Speedlite 580EX in einer Tasche mit mindestens noch drei weiteren Objektiven dabei haben, während im Gebäude etwa jeder zehnte mit einer Digicam und jeder 100ste mit einer DSLR rum läuft. Davon sind bestimmt zwei Drittel EOS 350D bzw. 400D mit dem Canon Set-Zoom. Meine zwei Fotos hier sind mit dem Fotohandy von der Arbeit gemacht. In der Vergangenheit gab es immer mal Stress mit Kameras dort und ich wollte nur mit leichtem Gepäck reisen. Da ich heute aber danach auch noch weg gehe, werde ich wohl diesmal „mein Baby“ wieder dabei haben.

Beim Congress trifft man auch wieder alte Bekannte, die zugegeben meist doch älter und dicker geworden sind… so, wie ich. Im Gegensatz zu anderen Congressen, auf denen ich bin, ist hier der Anteil an Apples und Webpads recht hoch. Einen „Fahrplan“ habe ich bislang noch nicht abgreifen können. Irgendwie haben aber alle anderen einen bekommen. Muss eigene Dummheit sein.

Wieder ist der Congress so überlaufen, dass ich bei vielen Vorträgen auf dem Boden sitzen muss. Die Luft ist entsprechend bedenklich. Geraucht wird nicht mehr, was das Überleben sichert.

Hängen bleibt heute vor allem der Vortrag über die geplant neue Gesetzgebung mit rekursiver Definition von „Strafbarkeit“ (Seite 9). Spannend ist aber auf jeden Fall auch die nicht so ganz smarte Smartcard der Schweizer Postbank gewesen, für die sich tatsächlich niemand interessiert.
Aber auch zu Themen, wie Identity Managment und Privacy laufen diverse Vorträge, die teilweise ganz spannend sind. Wie das Verhältnis der Menschen zu Privacy wirklich ist, erlebe ich dann wieder auf der Rückfahrt in der S-Bahn, wo fleißig mit dem Handy telefoniert wird… auch natürlich über Verhandlungstaktiken oder Vertragsdetails. Wird schon keiner was mit anfangen können.

Ich wünsche dann noch allen, die neben mir auf dem Congress sind viel Spass am Gerät! Der Spruch fehlte diesmal, weil die einleitenden Vorträge auf Englisch gehalten wurden. So wird auch hier im Rahmen der Globalisierung mit alten Traditionen gebrochen :-)

Interessierte können wieder u.a. bei Heise Online mehr zu den Events auf dem 23C3 erfahren… oder hier… Bleibt gestimmt!

3 Gedanken zu „23C3 – Zusammenfassung: Tag I“

  1. Auch wenn ich weiß, daß es die beste Kamera schlechthin nicht gibt, sondern nur eine beste Kamera für die Ansprüche des einzelnen Fotografen: aber wo hier schon mal das Kapitel Technik angeschnitten wird, eine Frage dazu. Ich stehe vor den Schaufenstern der Fotogeschäfte immer da wie Männeken Doof. Mit den Digitalkameras ist das ja wie mit den Computern (so‘ne Digicam ist ja auch eine Art Mini-Computer), es kommt bald jedes halbe Jahr was neues auf den Markt. Keine Ahnung, ob da überhaupt noch einer den Überblick hat. Soll ja früher mal so Sachen gegeben haben wie Leica M oder R Serie, die über Jahrzehnte Qualität boten, lange her… Doch konkret: Wieso die 10D und nicht die 350D? Sind ja auch vom Typ her zwei unterschiedliche Klassen, wo ist die 10D da der 350D voraus?

  2. Oh, da sind wir hier ja eigentlich im falschen Thema, oder? Ich sags mal ganz salomonisch: Man muss die Kamera finden, die zu einem passt. Zunächst einmal ist die 350D ja gar nicht die selbe Generation, wie die 10D. Etwa auf dem gleichen Stand sind meines Wissens die 20D und die 350D. Jetzt aktuell sind 30D und 400D. Die dreistelligen Kameras sind immer für den Hobbyfotografen konzipiert. Die zweistelligen für die Semiprofis und die einstelligen für die Profis. So eine 350D ist preiswert, leicht, handlich-klein. So eine 10D ist gross, schwer und hat mehr Eingriffsmöglichkeiten, für die man durch keine Menüs etc. muss. Sie ist auf mehr Auslösungen, also eine längere Lebensdauer ausgelegt. Das zieht sich vom Gehäuse bis über die Knöpfe bis hin zur Mechanik in der Kamera. Meiner Frau ist die 10D einfach zu schwer. Ich persönlich habe da sogar noch den Batteriegriff drunter geschraubt. Jetzt habe ich einen Klotz in der Hand, den ich ruhig halten kann und mit dem ich mal ein langes Wochenende ohne Akkuwechsel durchstehe.

    In Wirklichkeit ist die Frage also tatsächlich: Welche Kamera liegt mir gut in der Hand? Benutze ich sie täglich oder nur im Urlaub und bei Familienfesten? Aber vor allem: Gibt es mindestens eine Einstellung, die mir meine Fotos so bringt, wie ich sie möchte. Damit meine ich vor allem bei digitalen Kameras die Frage nach einer Einstellung von Weissabgleich, Sättigung, Kontrastverhalten etc. Das, was ich analog mit dem Film beeinflusst habe. Für mich ist es da bei der 10D klar auf das RAW-Format und späterer manueller Bearbeitung rausgekommen.

    Die 350D/400D ist mir eigentlich etwas zu klein in der Hand. Aber wenn ich nicht ein super Gebrauchtangebot für die 10D bekommen hätte, wäre ich früher oder später wohl bei einer dieser Kameras gelandet, weil sie einfach mein Priessegment gewesen wären. Mit der 10D wiederum werde ich aber vermutlich länger meine Freude haben. Sie ist mehr ein Arbeitsstück, als ein Spielzeug. Wobei ich damit ja eigentlich nur spiele. Aber spielen mit einem Arbeitsstück ist halt was feines.

  3. Danke für die ausführliche Auskunft, das ist doch mal `ne klare Antwort! War natürlich eigentlich nicht das Thema stimmt, Entschuldigung, aber beim angeschlossenen Photoblog schwingt das Thema Technik ja immer im Hintergrund irgendwo mit. Und wo nun doch im Beitrag gleich 2/3 der Congressteilnehmer mit 350D/400D unterwegs waren, dachte ich, jetzt fragste einfach mal nach, wie sich die Sache mit der 10D denn nun verhält.

    Danke nochmal und freundliche Grüsse aus einem kühlen Düsseldorf am Rhein # Sigurd

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