Bücherstöckchen

Der liebe Grapf lud mich ein, etwas über Bücher zu schreiben. Zunächst möchte ich sagen, dass ich mich überhaupt gar nicht qualifiziert fühle, dazu etwas zu sagen. Viel zu wenig Bücher lese ich. Aber mir viel sofort ein, wem ich das Stöckchen unbedingt weiterreichen muss. Dazu aber dann weiter unten mehr ;-)

|1| Ein Buch, das mein Leben verändert hat:

Da bin ich doch mal ganz philosophisch und sage mal: Alles, was wir tun, was wir wahrnehmen verändert irgendwie unser Leben. D.h., dass auch jedes Buch, dass ich gelesen habe irgendwie mein Leben verändert hat.

|2| Ein Buch, das ich mehr als einmal gelesen habe:

Da gibt es tatsächlich mehrere. Sachbücher klammere ich hier mal aus. Aber die Unendliche Geschichte von Michael Ende und Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams (in Deutsch und Englisch und alle Bände) habe ich z.T. mehrfach gelesen.

|3| Ein Buch, das ich auf einer einsamen Insel gern bei mir hätte:

Die Antwort vom Grapf war ja schon so herrlich, dass man dem ja schon fast nichts mehr hinzufügen kann. Aber wenn wir wieder von so praktischen Büchern absehen, würde ich doch etwas mitnehmen, für das man Zeit braucht. So etwas, wie den Herrn der Ringe von JRR Tolkien.

Mein Opa sprach immer von einem Buch, dass er mit auf eine einsame Insel nehmen würde. Ein Buch, dass von einem Rockstar handelt, dem ein Fan hinterher reist und der sich als ganz anders entpuppt, als er von seinem Image und von seinen Texten her glauben machen will. Leider habe ich bislang noch nicht rausgefunden, wie das Buch heißt.

|4| Ein Buch, das mich zum Lachen gebracht hat:

Bislang jedes Buch von Douglas Adams. Neben den Anhalter-Geschichten gibt es von ihm noch eine Detektiv-Reihe, die sehr merkwürdig aber eben auch lustig ist. Ach, und bei Wie man mit einem Lachs verreist, muste ich auch sehr lachen.

|5| Ein Buch, das mich zum Weinen gebracht hat:

Gute Frage! Ich glaube es gab einige Stellen von Garp und wie er die Welt sah, die ich traurig fand. Wenn mir dazu noch was einfällt, kann ich es ja als Kommentar dazu schreiben.

|6| Ein Buch, das hätte geschrieben werden sollen:

Meine Promotionsschrift. Die hätte schon lange fertig sein sollen. Stattdessen dümpel ich da ganz übel mit rum. Aber ich bin noch immer guter Hoffnung, dass das bald ein Ende finden wird.

|7| Ein Buch, das nie hätte geschrieben werden sollen:

Nee. Das wiederspricht meiner Idee der Rede- und Meinungsfreiheit. Man könnte jetzt so Propagandawerke aufzählen, wie z.B. Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei von Joseph Goebbels, ein gefährliches Buch, das man heute noch im Internet kaufen kann. In Wirklichkeit demaskieren sich solche Werke aber selbst. Leider bedarf es dafür eines entsprechenden Hintergrundes. Aber nur davon, dass solche Bücher nicht geschrieben werden, verschwindet auch das Gedankengut nicht. Über diese Bücher kann man dann wenigstens diskutieren. Und das sollte man auch tun. Wer sich mal die ersten Seiten von Mein Kampf durchgelesen hat, glaubt auch der Generation, die behauptete, von nichts gewußt zu haben. Das Buch ist meiner Meinung nach einfach unlesbar!

|8| Ein Buch, das ich gerade lese:

Was lese ich denn gerade? Das Buch habe ich jüngst von meiner Verlobten geschenkt bekommen, habe es aber gerade nicht dabei. Ich reiche die Daten nach. Bin schon lange nicht mehr dazu gekommen, es zu lesen.

|9| Ein Buch, das ich schon immer mal lesen wollte:

Meine Bücherschränke sind voll von Büchern, die ich noch lesen möchte. Ich nehme auch noch weitere Vorschläge an. Die Palette reicht von Werken von Anseln Adams über Andreas Feininger und Co. über The Art of Computer Programming von Donald E. Knuth bis hin zu Werken von Asimov, Tolkien, usw. Diverse Werke über unterschiedliche Glaubensrichtungen hätte ich auch gerne noch gelesen.

|10| Ich lade diese fünf anderen Blogger ein, mitzumachen:

Oh, oh… fünf bekomme ich doch gar nicht zusammen. Der Timo möchte gar nicht. Aber wie oben angekündigt, würde mich vor allem die Abhandlung vom Hotelblogger interessieren! Der Olli wird sich auch freuen, wenn ich ihm das Stöckchen gebe. Aber Olli, das muss einfach sein. Aber vielleicht greifen das ja meine Bandkollegen hier mit auf. Und dann habe ich ich die Fünf voll. Ruhig alle auf DDD-Blog (also Lara, Rebecca, Marc, Thomas, Tina)! Und wenn der Klaus H. hier vielleicht mal seinen Senf als Kommentar abgeben könnte, wären wir vielleicht auch ein ganzes Stück schlauer. Der hat zwar kein eigenes Blog, liest dafür aber 5 Bücher in der Woche (ich übertreibe)!

4 Gedanken zu „Bücherstöckchen“

  1. Wenn Du mein Blog lesen würdest, wüsstest Du, dass ich das schon vor Tagen auch gemacht habe, das Bücherstöckchen :-)
    Dort habe ich auch einige Überschneidungen mit Deinen Antworten…

  2. Habe ich jetzt gelesen. Seit mein Rechner auf Arbeit kaputt ist, wo mein RSS-Reader drauf ist und wegen bevorstehender Ereignisse, die einige Zeit in Anspruch nehmen, schleift das Blog-Lesen bei mir reichlich. Ich hoffe nächste Woche etwas und ab übernächster Woche wieder regelmäßig dazu zu kommen.

  3. Ich bin vor drei Tagen von Thomas vorgewarnt worden, ich solle doch mal auf seinem Blog was zu Büchern schreiben. Im ersten Moment war ich doch etwas irritiert: Was kann ich schon groß über Bücher sagen? Bei Nachfrage einen Tag später wurde Thomas dann schon konkreter, ich solle nicht allgemein etwas über Bücher sagen, sondern nur was kommentieren oder Fragen beantworten.

    Gut. Das kann ich (Glück gehabt).

    Ich schaue auf sein Blog… tja und das sind nun meine Antworten.

    |1| Ein Buch, das mein Leben verändert hat:

    Grob umrissen haben mich in verschiedenen Lebensabschnitten verschiedene Bücher „geprägt“.

    In meiner Kindheit waren das sicherlich die „Geschichten mit Donald Duck“ von Carl Barks, mit denen ich lesen lernte und deren „Bilder“-Geschichten der nochnichtlesekundige Klaus aufgeregt seiner Mutter erzählt hat. Mein Vater hat vor 35 Jahren diese dicken, DIN A4 großen gebundenen Alben gekauft, die der kleine Klaus über Jahre hinweg kaputtgelesen hat.

    Aus meiner Jugendzeit sollte ich wohl C.S. Forresters Hornblower-Romanen nennen. Dieser moderne, von Selbstzweifeln zerfressene Mensch in den napoleonischen Kriegen war wohl einer der prägenderen Helden meiner jüngeren Jahre.

    In meiner Sturm und Drang-Periode fühlte ich mich zu Pirsigs „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ hingezogen, dessen Klappenkommentar („eine philosophische Easy-Rider-Ballade“-> Kein Easy Rider drin, eine Ballade ist es auch nicht) leider ein kompletter Idiot verfasst hat und der dem Werk in keinster Weise gerecht wird. Das Buch erzählt übrigens die wahre Geschichte einer gefährlichen Suche im „Land der Philosophie“.

    Wenn ich mich wirklich darauf beschränken muss, welches Buch mein Leben wirklich „verändert“ hat, muss ich mich wohl leider zu „Tips und Tricks für den Commodore 64“ (Data Becker) bekennen, obwohl das sehr peinlich ist. Rückblickend weiss ich, dass es ein ganz grauenhaftes Buch gewesen ist, aber es war einer meiner frühesten Leitfäden, die mich an die Computerei herangeführt haben. Und heute betreibe ich die Computerei beruflich.

    |2| Ein Buch, das ich mehr als einmal gelesen habe:

    Ich lese Bücher normalerweise mehrmals, es sei denn, das Buch ist für mich unlesbar oder einfach schlecht. Ich habe mir das zur Gewohnheit gemacht, da ich mich zu oft dabei ertappt habe, wichtige Details zu übersehen. Ferner finde ich es durchaus spannend sich ein gutes Buch nach Jahren im Bücherregal wieder zu Brust zu nehmen. Wenn ich denn hier denn ein Buch herausstellen muss, dann soll es meinetwegen „Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln“ von Julian Barnes sein.

    |3| Ein Buch, das ich auf einer einsamen Insel gern bei mir hätte:

    Am liebsten hätte ich wohl ein Kochbuch, das auf eine eine schöne junge Frau tätowiert ist. Na gut, diese Antwort ist geklaut. So sollte es wohl eher ein Buch über Floß-/Segelschiffbau und Navigation sein, am Besten garniert mit ein paar ordentlichen Seekarten und eingebautem Kompass im Buchdeckel. Ist so etwas nicht zu bekommen, dann ein möglichst dicker Wälzer, damit man wenigstens immer was zum Feuermachen da hat.

    Von Überlebenshilfen mal abgesehen wäre vielleicht eine Klassiker-Gesamtausgabe die richtige Wahl. Z.B. viele der Shakespeare-Dramen kann man immer wieder lesen und seine Komödien, kann man immer noch ruhigen Gewissens zum Feuermachen verwenden.

    |4| Ein Buch, das mich zum Lachen gebracht hat:

    Die Antwort von Thomas hatte ich erwartet. Dem hinzufügen möchte ich noch „Die Letzten ihrer Art“ von Douglas Adams, was ich für eines seiner komischsten Werke halte und das Thomas zu erwähnen wohl nur vergessen hat.

    Herausstellen möchte ich hier aber „Ensel und Krete“ von Walter Moers, sowie eigentlich all seine Geschichten rund um Zamonien. Moers Verdienst ist es, neben der vielen Lacher, die ich ihm schulde, die ziemlich tote „Phantastische Literatur“, die nach Tolkien und Asimov zu „SF & Fantasy“ verkommen ist, zu neuem Leben erweckt zu haben. Und Hildegunst von Mythenmetz ist wahrlich einer der Größten seiner Zunft.

    |5| Ein Buch, das mich zum Weinen gebracht hat:

    Bücher bringen mich nicht zum Weinen. Es gibt aber Bücher die Entsetzliches beschreiben, wie z.B. „Hiroshima“ von Stephen Walker, in dem die Vorgeschichte, der Einsatz sowie die ersten 18 Stunden nach dem Abwurf der Bombe sowohl von amerikanischer, sowie japanischer Seite beschrieben werden.

    |6| Ein Buch, das hätte geschrieben werden sollen:

    „Wie erkenne ich schnell und zuverlässig Momente, in denen ich die Klappe halten sollte. Ein Leitfaden für die peinlichen Momente“. Ich brauche dieses Buch.

    |7| Ein Buch, das nie hätte geschrieben werden sollen:

    Hier kann man natürlich die verschiedenen Brandschriften politischer Wirrköpfe des 19.ten und 20.sten Jahrhunderts nennen. Insbesondere die berüchtigten und gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“, die leider immer noch verbreitet sind und die zu den „Klassikern“ antisemitischer Literatur zählen.

    Für mich persönlich ist „Der Steppenwolf“ von Herrmann Hesse eines der mißratensten Bücher überhaupt. Ich weiß, es gilt Vielen als Meisterwerk und diese werden mich dafür steinigen wollen, aber ich hasse dieses Buch abgrundtief. Harry Haller ist ein unerträglich dummer, dummer, dummer Jammerlappen, dem ein kapitaler Tritt in den Hintern gut tun würde. Nein, Herrmann Hesse und ich sind keine Freunde.

    |8| Ein Buch, das ich gerade lese:

    Zur Zeit lese ich vier Bücher. „Der Lügner“ von Stephen Fry, „Kapitale Lügner / Eine faire und ausgewogene Betrachtung von G.W.Bush und seinen Neokonservativen“ von Al Franken, „Das ist Evolution“ von Ernst Mayr, „Wir Deutschen“ von Matthias Matussek (direkt von der Spiegel-Bestsellerliste).

    |9| Ein Buch, das ich schon immer mal lesen wollte:

    Autsch! Das sind eine ganze Menge. Ich beschränke mich mal auf die Klassiker, die bereits im Bücherregal bereitstehen. Da kann ich nämlich die peinliche Schundliteratur, die im Regal zum Lesen bereitsteht unterschlagen. Die „Kritik der reinen Vernunft“ steht da seit Monaten herum. In einem Anflug von Arroganz, habe ich mir gleich einen Nachdruck der zweiten Auflage gekauft. Ich weiss, dass ich das Buch intellektuell in seiner Rohform unmöglich bewältigen kann. Es wird noch lange dauern und viele Sekundärliteratur brauchen. Ein Langzeitprojekt also, Ausgang vollkommen ungewiß. Ferner stehen noch „Salaambo“ von Gustave Flaubert, sowie „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Victor Hugo im Bücherregal bereit.

    |10| Ich lade diese fünf anderen Blogger ein, mitzumachen:

    Ich kenne nicht so viele Blogger. Die, die ich kenne, machen hier schon mit, daher muss ich in dieser Kategorie leider passen.

    MfG

    Klaus Hamann

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