Wo morgens die Soldaten marschieren und abends das Saxophon spielt

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Schon wieder der Sonnenuntergang an direkt an der Seestrasse. Diesmal aber in schwarz/weiss. Aber keine Angst. Ganz unten gibt es den auch noch mal ein bisschen anders und in bunt. Wer auch immer diese grandiosen Feuerwerke gegen Ende des Tages insziniert. Er hat sich heute noch mal gewaltig ins Zeug gelegt.

Der Tag begann rechtzeitig. Doch nachdem ich noch unsere halbe Wohnung nach einem Abzug durchsucht hatte, den ich einfach nicht mehr finde, bin ich dann schon wieder viel zu spät zur Arbeit aufgebrochen.

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Direkt neben den Rehbergen ist eine Kaserne der Bundeswehr. Und wenn ich morgens zur Arbeit fahre, treffe ich einige Soldaten bei ihrem morgendlichem Marsch durch den Wald. Ich hatte damals den Dienst an der Waffe verweigert. Mein Opa hatte mir vom Krieg erzählt. Keine Details. Nur soviel, dass er verwundet wurde. Er hat viele Menschen sterben sehen. Er sagte später zu mir, es gab viele Höhen und Tiefen in seinem Leben. Das gehöre alles dazu. Aber der Krieg sei ein Stück Zeit, dass man im einfach entrissen habe. Eine Zeit, die ihm eigentlich zustand, die er aber leider nie ganz zurück bekam.

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Dieser Blick aus meinem Büro wird mir nicht mehr lange erhalten bleiben. Wir ziehen um. Und heute sahen die Umzugspläne auch schon sehr konkret aus.

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Wir ziehen in dieses Gebäude gegenüber. Ins erdgeschoss und in ein Büro im Lichthof, den man hier gerade noch erahnen kann. Mein Büro zusammen mit Christopher wird direkt neben dem Treppenaufgang hier sein.

Zum Mittag habe ich meine Kollegen mit zu Olli geschleppt. Wir waren Pizza essen bei den 12 Aposteln. Riesen Pizzas mittags zu kleinen Preisen. Auf jeden Fall ist es Fussweg zum Savignyplatz wert. Allerdings funktionierte unsere Abkürzung nicht so toll. Wir kamen etwas zu spät. Olli übergab mir dann einen Akku, den er für mich für die neue 10D mitbestellt hatte. Zumindest Stromtechnisch kann ich so eine weile durchhalten.

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Der Heimweg führte mich dann wieder am Westhafen vorbei. In kurzer Folge konnte ich hier den Sonnenuntergang und den Mond zur blauen Stunde bewundern.

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Als ich in den Rehbergen vorbeifuhr, hörte ich ein Saxophon spielen. Ich fuhr den Klängen nach, bis ich die alte Rodelbahn erreichte. Auf der Wiese davor spielten wir oft Fussball mit Papa, meinem Onkel und Opa. Jazz war nie sein Ding. Dafür ist es meins. Und der Saxophonist hatte den Groove. So viel ist klar. Mein Herz fing sofort an triolisch mitzutanzen und meine Augen füllten sich mit Wasser. Ich lauschte dem Solisten eine Weile und beobachtete ihn mit seinem Kind.

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Einem Foto stimmte er sofort zu. Das sind die Momente, in denen man eigentlich alle Aufregung vergessen muss. Die Szene muss ins Bild. Wie aber im stockdusteren Park zwischen den Bäumen? Der Handwerker im Fotografen sagt so etwas, wie: Systemblitz, Diffusorscheibe, 1,5 Blenden unterblitzen, dann klappt das ganz ausgezeichnet. Der Künstler sagt aber: Du darfst hier nichts tun, was die Stimmung stört oder verfremdet. Also die Kamera auf ISO 3200 aufgezogen, das 50mm 1.8 drauf, Blende 2.0 hingehockt und ganz ruhig. Wir können natürlich noch kräftig die Belichtung nach unten korrigieren und dann einfach alles passieren lassen.

Die Rehberge rocken! Aber hallo…

Den Abend lies ich mit einem einigermassen brauchbaren Wein aber vor allem mit meiner zukünftigen Frau ausklingen. Auf in ein langes Wochenende!

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