Flatfield? Einen Weißbild-Test? Was bitte?

Als Digitalkameraverweigerer bislang muss ich jetzt fürchterlich nachholen. So musste ich erst einmal lernen, dass so eine DSLR ziemlich empfindlich ist, was Objektivwechsel und ihren Sensor angeht. Wenn bei einer analogen Kamera Staub auf unter den Verschluss kommt, so wird dieser mit dem Film einfach abtransportiert. Ergebnis ist vielleicht mal ein Fussel auf einem Negativ. Ist aber erst einmal ein Staubkrümel auf dem Sensor einer DSLR, so sieht man so einen unscharfen Fleck auf jedem Bild immer an der selben Stelle. Das kann ganz schön nerven.

Über das Reinigen der Sensoren gibt es unterschiedliche Auffassungen. Olli schickte mir den Link zu einer Webseite über Sensor-Reinigung aber auch die Fotocommunity hat einiges zu diesem Thema zusammengestellt. Eines steht aber fest: Die Beschädigung des Sensors kommt einem Totalschaden der Kamera gleich. D.h. was auch immer man tut, man sollte es behutsam, mit Bedacht und unter Verwendung von gesundem Menschenverstand tun. Im Gegensatz zur Teilnahme am Strassenverkehr (gemeint ist heir ein durchschnittlicher Verkehrsteilnehmer), sollte man sich hier auch die Gesetze der Physik ins Gedächtnis zurückrufen.


Wie kam ich nun auf Flatfield? Ach ja. Da gibts diesen Hobbyfotofreak, der auch so ganz doll mit Astrofotografie macht und so. Und dieser meinte, ich solle nach der Reinigung einen Flatfield-Test durchführen

flatfield.jpg

In Wirklichkeit ist das total öde. Man nimmt ein stück möglichst gleichmäßig beleuchtetes Weiss (bei mir die Badezimmertür), schraubt das Objektiv ab und knipst die weiße Fläche. Dadurch, dass durch das fehlende Objektiv kein scharfes Bild zustandekommt, kann man sich eine graue Fläche ansehen, die nur Krümel auf dem Sensor und nicht etwa auch dem Objektiv zeigt.

Danach kann man dann das Objektiv durchtesten. Die Fusseln, die nicht auf dem Sensor sind, aber beim Flatfield-Test mit Objektiv auffallen, sind auf dem Objektiv. So einfach ist das.

Noch ein paar Tipps: So schön grau bekommt man den Test nur, wenn man vorab einen manuellen Weissabgleich durchgeführt hat und die Belichtungskorrektur leicht nach unten Korrigiert hat. Danach scrollt man im Vollbild durch das ganze Bild. Die Flecke, die sich nicht mitbewegen, sind auf dem Monitor ;-) Verwackeln ist auch nicht so schlimm. Man hat ja ohnehin kein scharfes Bild und die Fusseln sind auf dem verwackelten Bild auch noch immer gut zu sehen. Für sie macht es keinen Unterschied.

2 Gedanken zu „Flatfield? Einen Weißbild-Test? Was bitte?“

  1. Also, zum Reinigen empfehle ich einfach die Kärcher-Hochdruckreiniger an der nächsten Tanke. Klappt bei meinem Fahrrad immer wunderbar, und eine Kamera ist sicherlich lange nicht so empfindlich wie ein Kugellager ;-)

  2. Bei mir reichte bislang wirklich der im Fotofachgeschäft erhältliche Pinsel mit Gummiball hinten dran. Also sozusagen die Handluftdruckvariante. Für den Sensor mache ich dann den Pinsel ab und Puste da nur gegen, wobei ich die Kamera über meinen Kopf halte und von unten rein schaue, damit die Krümel auch wirklich nach unten raus aus dem Gerät fallen.

    Die Kärcher-Hochdruckreiniger sind auch nicht schlecht. Die benutze ich dann aber doch eher für die anderen Geräte. Z.B. wenn das Stativ wieder mal im Schlamm steckte ;-) Aber auch hier: Nachfetten nicht vergessen!

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