Hauptstadtstress

Ich war heute morgen etwas spät dran. Also spät heißt, ich war etwa 9:30 Uhr am Ernst-Reuter-Platz (kurz: ERPl) , obwohl ich eigentlich schon hätte um 9:00 Uhr da sein können. Aber ich lasse mich ja immer so leicht ablenken. Nun hatte ich aber aus anderen Gründen auch noch nicht gefrühstückt. Am ERPl gibt es ein Balzac Kaffee. Man gönnt sich ja sonst nix. Frühstück natürlich nebenbei im Büro, weil ja spät und Termin um 10:00 Uhr usw. Denkste!

Es gibt eine (Marc nennt sie immer) „Wir-machen-den-Ernst-Reuter-Platz-frei-Ampelschaltung“. Da werden dann einfach mal alle auf den Platz führenden Ampeln (Autos, wie Fußgänger) auf Rot geschaltet. Nur genau eine Gasse beibt. D.h. genau eine Einfahrt hat grün und aus genau einer Ausfahrt kommt man ungehindert raus. Da fahren dann immer so ein paar gepanzerte Limosinen rum, begleitet von einer Horde Motorradpolizisten.

Das ganze wäre nicht wirklich schlimm. Aber man steht echt irgendwas um eine Viertel Stunde am ERPl, bis man an seinem Arbeitsplatz ist, obwohl man ihn schon sehen kann. Und natürlich ist es so, dass gerade, wenn man heimlich über Rot geht, so ein Motorradplolizist aus der Vorhut kommt und einen tierisch zur Sau macht oder als Terroristen erschießt.

Ach, wie ruhig haben wir gelebt, als wir noch kein Regierungssitz waren ;-)

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