Train-Marshalls und Videokameras

Schön, dass der Nico das mal zusammengeschrieben hat, dann spar ich mir eine Menge Tipparbeit. Terroristen kann man mit solchen Aktionen von nichts wirklich abhalten. Dafür schränkt man aber alle unbescholtene Bürger ein. Ich muss mir immer mal zwischendurch gegen den Kopf schlagen, damit mir nicht solche Gedanken kommen, wie dass z.B. irgendwelche vermeintlich misslungenen Anschläge von irgendwelchen Dreibuchstabenorganisationen insziniert werden, um mal wieder ein paar Bürgerrechte aushebeln zu können.

3 Gedanken zu „Train-Marshalls und Videokameras“

  1. Hm, ehrlichgesagt würde mich eine stärkere Videoüberwachung weniger stören. Bei den anfallenden Datenmengen, wäre es wohl kaum möglich intensivere Auswertungen zu betreiben. Also bliebe nur die nachträgliche Betrachtung nach einem Vorfall – und die würde ja nur am betroffenen Ort stattfinden.
    Naja gut, der Aufwand, sich vor jedem Gang nach draußen immer erst noch Perücke und falschen Bart anzulegen, wär natürlich echte Zeitverschwendung – aber für Leute mit destruktiven Plänen würde es sich lohnen…

    Die Zugbetreuer mit Gleichmacher neben den Klötern sind natürlich gänzlicher Humbug. Allerdings: Wenn man da konsequent wäre und alle Züge (und Waggons) mit ihnen bestücken würde, wären die Arbeitslosenzahlen wahrscheinlich halbiert. Und das wär doch gut! Und all das müsste Schäuble bezahlen – nicht die Agentur für Arbeit. Und wenn wir da noch weiterdenken: alle Straßenbahnen, alle Busse, alle Taxen, jedes Privatauto…

    Alles wird gut.

  2. Ich habe auch wenig Sorge, dass da jemand sitzt und in Hand- oder besser Augenarbeit alle meine Schritte verfolgt. Vielmehr gibt es doch dann eine mehr oder weniger seriöse Firma, die behauptet, sie könne das in EDV. Und die EDV hat dann echt Tomaten auf den Augen. Und bei Dir oder Deinem Bruder wird dann einfach mal eine Hausdurchsuchung gemacht, weil ihr euch so ähnlich seht und an zwei Orten gleichzeitig gewesen seid, was irgendwie als terroristischer Akt gewertet wird oder so’n Mist.

    Ich will darauf hinaus, dass EDV-technisch viel Mist verzapft wird, der wissenschaftlich nicht haltbar ist. Das finde ich aus wissenschaftlicher Sicht natürlich nicht verwerflich. Wenn es aber darum geht Bürgerrechte einzuschränken (z.B. hier mal Hausdurchsuchungen oder Befragungen o.ä.) auf Basis von Technologie, die einfach mal nichts taugt, dann hört bei mir der Spass auf.

    Ich stimme Dir natürlich zu, was den Einsatz von Hilfskräften überall angeht. Manpower ist IMHO auch das beste, was wir dem Terrorismus entgegenzusetzen haben. Ich verallgemeinere noch weiter und sage mal: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist unserem Rechtsstaat gegenüber wohlgesonnen. D.h. wir wollen Recht und Ordnung haben (zumindest in bestimmten Grenzen). Ob man fehlende Zivilcourage durch „Fachkräfte“ ersetzen sollte, weiss ich nicht so recht. Aber man kann das mindestens unterstützen. Gerade als Informatiker weiss ich, wieviel wert trainnierte Menschen sind. Die können nämlich so viel mehr, als so ein blödes Computerprogramm. Und eigentlich ist auch egal, ob die tatsächlich terroristische Aktionen verhindern. Wenn die auch der Omi aus dem Zug helfen oder den besoffenen Jugendlichen mal ihre Meinung geigen, haben wir schon was gewonnen.

    Es wird wirklich alles gut.

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