March for Science

Für alle, die morgen mit mir zusammen für die Wissenschaft und für Entscheidung auf Evidenzbasis auf die Straße gehen wollen, hier noch mal der Link zu den alternativen Fakten über die March of Science in Berlin: http://marchforscienceberlin.de/ (Schade, dass die Veranstalterin es nicht hinbekommen hat, eine anständige https-Konfiguration zu basteln.)

Für alle, die nicht dort hingehen werden gibt es in diesem Artikel von Martin Ballaschk gute Gründe dafür, dies nicht zu tun. Ich verlinke den Artikel, weil ich seinen Argumenten in weiten Teilen zustimme und zum anderen Wissenschaft genau von Kritik und Diskurs lebt und leider genau deshalb selten der Lieferant für die ganz einfachen Antworten ist.

Mindestens in eine der Kerben schlägt auch Ranga Yogeshwar in seinem Interview bei Heise.

Denn zwei Dinge dürfen nicht verwechselt werden: Die Wissenschaft muss (politisch) neutral sein, aber nicht unpolitisch. Wenn der gesellschaftliche Diskurs dem Stand der Wissenschaft wiederspricht, so ist es auch die Aufgabe der Wissenschaftler dies richtigzustellen.

Update

Die drei Artikel muss ich noch als weitere lesenwerte Quellen nachschieben:

Wem gebe ich mein Geld?

Es ist mittlerweile schon wieder zwei Wochen her, als im WDR unter Servicezeit das Thema „Grüne Banken“ angesprochen wurde. Dort wurde berichtet, dass diese Banken mittlerweile voll im Trend liegen. Diesem Trend bin ich ohne es zu wissen auch gefolgt. Seit Mitte diesen Jahres bin ich selbst Kunde bei der Ethikbank und das ist auch gut so.

Wonach wählt man seine Bank aus? Also ich spreche zunächst einmal von der, die mir ein Girokonto zur Verfügung stellt, dass ich heute fast überall brauche. Ich spreche von der Bank die zunächst einmal mein Gehalt „geliehen“ bekommt, die mit dem Geld arbeiten kann und die dafür den Zahlungsverkehr mit meinem Vermieter, meinen Versicherungen, … und nicht zu vergessen der GEZ übernimmt.

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Die Regelverletzung kostet fast 150 Menschen das Leben, ist aber „angemessen“

Vorab: Ich besitze keinerlei Kompetenz in militärischen Fragen. Ich habe nicht einmal gedient – aus Gewissensgründen. Lese ich heute den Tagesspiegel, so wird mir einmal mehr klar warum.

Es fällt mir schwer, die militärische Rechnung Menschenleben gegen Menschenleben zu akzeptieren. Wir töten 150 Menschen, weil wir damit sehr viel mehr Menschen schützen. Mag sein, dass das richtig ist. Mag sein, dass die Darstellung nicht stimmt. Ich kann und will das nicht beurteilen. Für mich habe ich entschieden, dass ich für den Tot dieser Menschen nicht unmittelbar verantwortlich sein will, mittelbar trage auch ganz sicher ich die Verantwortung. Immerhin sind hier Soldaten in einem fremden Land mit dem Auftrag mich zu schützen, legitimiert u.a. von den auch von mir gewählten Vertretern.

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