Das Ende von Pebble und Erkenntnisse, die auf mich nicht zutreffen

Eigentlich sollte es hier im Blog schon sehr lange mal einen Artikel über meine geliebte Pebble Classic geben. Nachdem ich mal kurz eine SmartWatch der ersten Generation von Sony getestet hatte und für mich klar wurde worauf es für mich bei einer Uhr wirklich ankommt, nutzte ich erst sehr lange wieder meine schlichte analoge Armbanduhr, die ich von meinem Opa vererbt bekommen hatte, um mich dann vor etwas mehr als einem Jahr für eine Pebble zu entscheiden.

Wie Pebble nun auf seinem Blog bekannt gab, wurde die Firma von Fitbit aufgekauft und die Uhren werden nicht mehr länger hergestellt. Ein Softwaresupport nach nächstem Jahr scheint eher unwahrscheinlich.

Als ich auf Engadget dann las: „Was man aus dem Pebble-Verkauf lernen kann“, fühlte ich den dringenden Drang aus meiner persönlichen Perspektive heraus vehement zu widersprechen.

Eric Migicovsky wird hier nämlich zitiert mit:

“Es stellt sich heraus, dass sowohl Pebble, und passenderweise auch Apple den Markt für Wearables falsch eingeschätzt haben. Die Idee eines iPhones am Handgelenk hat einfach nicht eingeschlagen. Die derzeit einzige Killer-App für Handgelenk-Geräte ist bislang Fitness. Für aktive Menschen ist es nützlich, etwas zu tragen, das ihre Biometrik vermisst und Joggingrunden mitzählt. Apples Fokus auf Mode und Pebbles auf Produktivität und Innovation von Drittanbietern waren teure Umwege – der Smartwatch-Markt fußt auf Gesundheit und Fitness. “Wir haben das erst spät herausgefunden und Apple findet das auch erst heraus”, sagt Migicovsky. (Er anerkennt, dass Notifications, Hinweise, die andere wichtige Funktion von Smartwatches ist). “Wir haben das 2014 nicht verstanden – wären wir damals als Fitness-Wearable auf den Markt gekommen, sähe die Sache vielleicht anders aus.”

Was ich an der Pebble mag (ich widerstehe mal dem Drang von dem guten Stück schon in der Vergangenheit zu sprechen) ist alles, was nichts mit Gesundheit und Fitness zu tun hat.

Was für mich an einer Smartwatch wichtig ist

  • Uhrzeit anzeigen: Ob „smart“ oder nicht. Ich will auf das Handgelenk schauen und die Uhrzeit sehen. Tatsächlich stört es mich schon, wenn ich dafür das Handgelenk bewegen oder die Uhr berühren muss. Das E-Ink Display ist aus meiner Sicht genau die richtige Technologie.
  • Das Tragegefühl: Ich habe meiner Pebble ein anderes Armband verpasst, weil das beigelegte Kunststoffarmband sich für mich in vielen Situationen nicht angenehm getragen hat. Das ist mit ein Grund weshalb ich lieber eine gesonderte Sport-Uhr habe, die dann wiederum für diesen Zweck optimal ist (hier nutze ich eine Garmin Forerunner 220).
  • Das Design: Eine Uhr muss zu mir, zum Anlass und der Kleidung halbwegs passen. Ich bin da zwar im Vergleich wohl recht locker. aber gefühlt 80% aller Smartwatches fallen für mich auf Grund des Designs unten durch.
  • Benachrichtigung: Das Killerfeature der Smartwatch gegenüber einer gewöhnlichen Uhr ist die Anzeige von Nachrichten des Smartphones mit Vibration. Seit ich die Pebble habe, ist mein Handy lautlos und ich schaue auf die Uhr, wenn etwas meine Aufmerksamkeit benötigt.
  • Kalender am Arm: Was ich an der Pebble ferne liebe ist die Möglichkeit, die nächsten 2–3 Termine (ich habe viele davon) einfach am Handgelenk zu prüfen, ohne ans Handy zu müssen.

Für mich ist es praktisch, die wesentlichen Informationen am Handgelenk zu tragen, während ich nicht in Versuchung geführt werde, die jetzt nicht ganz so wichtigen Informationen, die mein Handy sonst noch bereithält (schnell mal vor dem Frühstück Mails checken) abzufragen.

Ach so: Und ein paar Tage Akkulaufzeit sind schon praktisch und aus meiner Sicht sollte die Plattform so offen sein, dass es egal ist, ob ich ein iOS- oder Android-Gerät habe.

Was ich sonst noch gerne nutze

Die Funktionen die ich sonst noch gerne nutze sind:

  • Stoppuhr, Timer: Kann jede Digitaluhr heute.
  • Wettervorhersage: Praktisch für Auswahl von Kleidung und was man sonst noch mitnehmen muss.
  • Geocaching App: Ich kann auch gut ohne leben. Die Idee, finde ich aber tatsächlich cool.
  • Kompass: Auch etwas, was ohne Handy oft sehr praktisch ist, wobei ich bei richtigen Touren eher ein richtiges GPS-Gerät nutze.

Und nun?

Was erwarte ich von diesem Artikel? Nichts! Ich wollte nur zu Protokoll geben, dass die Aussage über die Nutzung von Smartwatches, die evtl. auf die Masse zutrifft für mich falsch ist. Vielleicht hat ja jemand noch einen Tipp für mich, welche Uhr ich ab nächstem Jahr in Erwägung ziehen sollte. Die Vector-Uhren finde ich schön. Für die hälfte des Preises würde ich sie glatt kaufen. Sowohl meine Analoguhr, als auch meine gute alte Swatch funktionieren einfach. Und erfüllen mindestens drei meiner wichtigsten Kriterien.

2 Gedanken zu „Das Ende von Pebble und Erkenntnisse, die auf mich nicht zutreffen“

  1. I aggree. Since the Pebble 2 was disapointing. The Screen crashed after 4 Werkstatt already, because of the Bad Design (Glass elevates from Body!). I had to look forward dir alternatives! I usw nie the Garmin vioactive HR, this is as close to Pebble as you can get bitte better. 5atm water tight, Apps, highly accurate Activity tracker, messager, always on…

  2. Ich habe mir noch schnell eine Time Steel nachbestellt als Reserve und hoffe darauf, das irgendwer schon einen Appstore weiterbetreibt.
    Hildis Beschreibung finde ich sehr passend.
    Ausschlaggebend für meinen Erstkauf war aber auch, das das Ding eben auch gut ohne ständige Smartphone-Verbindung läuft und auch der Schrittzähler nix in die Cloud pusten muss.
    Vorher wäre ich nie auf so einen Gedanken gekommen, aber jetzt pappe ich mir wohl den Pebble-Aufkleber auf’s Auto.

Kommentare sind geschlossen.