Allem zum Trotz – mein Weihnachten gehört mir

Letzte Woche hatten wir auf Arbeit recht viel Stress, der nur durch intensive Überstunden überstanden werden konnte. Die Probenraumauflösung gehört ebenfalls nicht gerade zu meinen favorisierten Vorweihnachtstätigkeiten. Zu Hause herrscht der übliche 10-Monatsbaby-Schlafmangel. Freunde berichten von Winterdepressionen.

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Aber ich lasse mir mein Weihnachten nicht kaputt machen. Dieses Jahr ist meine Stimmung gut, wie schon lange nicht mehr.

Ich bin in Weihnachtsstimmung! Ganz ehrlich. Ich freue mich auf das bevorstehende Fest. Ich habe Lust auf meine Weihnachtsaktivitäten. Und noch hat mich der Weihnachtsgeschenkestress nicht erwischt – und wird er vermutlich auch nicht. Ich arbeite an den Geschenken nach Kräften. Aber was nicht rechtzeitig fertig / geliefert / was auch immer wird, reiche ich nach. Meine Jungs bekommen ihre Geschenke. Ein paar habe ich schon gesehen und für sie kommen ja noch immer alle vom Weihnachtsmann. Und der Rest würde Verständnis haben. Also alles locker und kein Problem.

Stattdessen schaffe ich mir meine eigene Besinnlichkeit und Vorbereitung auf das größte der christlichen Feste, das es nun einmal für mich ist. Am Samstag verkaufte ich Plätzchen und Kuchen auf dem Weihnachtsmarkt an der Kirche Alt Wittenau für unsere Kita.

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Am Sonntag war ich mit Annette und Freunden bei einem Konzert des Luisen-Vocalensembles in der Luisenkirche. Immer wieder ein herrliches Erlebnis. Unvergessen auch die „Pauseneinlagen“ von Daniel Kurz auf Théorbe und Laute. Solche Erlebnisse sollte man sich gönnen.

Sonntag früh haben wir schon mal ein paar Weihnachtliche Lieder zur Gitarre im Familienkreis angestimmt. Klingt kitschig und abgedroschen. Ist es aber weniger, als der hoch angepriesene Konsumrausch. Ich gebe zu, dass unsere selbst gebastelten Adventskalender und unsere self-made Weihnachtsmusik nicht aus der Krise helfen (mein Fahrradkauf hat die Wirtschaft schon hinreichend angekurbelt) aber es hilft auf jeden Fall aus der eigenen Weihnachtskrise.

Ebenfalls neu seit einigen Jahren: Ich werde in der Woche vor Weihnachten Urlaub haben. Wir fahren nach Hamburg, sind weg vom Alltag und haben Zeit, uns um uns zu kümmern. Mehr Plan existiert auch nicht. Nur die Bahntickets sind bereits gebucht und unsere Unterbringung bei den Schwiegereltern steht. Ich werde alles zum Joggen mitnehmen und sicher auch eine ordentliche Fotoausrüstung. Und dann schauen wir mal. Zu hohe Erwartungen werden oft enttäuscht. Und gerade bei Kindern muss man sehr flexibel bleiben.

Mein Tipp an alle, die das lesen: Lasst Euch Euer Weihnachten nicht weg nehmen. Jeder mag seine eigenen Vorlieben haben. Dann setzt sie durch. Denkt aber auch daran, wie gut es tut anderen etwas gutes zu tun. Und damit meine ich nicht die obligatorische Spende an den wohltätigen Zweck. Die gibt es bei mir das ganze Jahr über. Es geht darum, die kleinen Kompromisse zu machen, die die Freunde oder Familie vielleicht glücklich macht und das Fest zu einem gemeinsamen Fest macht. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Aber am Ende ist es eine gute Chance sich selbst etwas gutes zu tun.

Am Ende noch der Tipp, sprecht ruhig mal mit dem einen oder anderen Kollegen über die guten Dinge, die ringsum passieren. Auf manches muss man aufmerksam gemacht werden und vielerorts sind es nicht mehr so viele Dinge, die wirklich gut laufen. Ich war z.B. begeistert von Dankesbriefen und -mails für gefixte Probleme auf Arbeit. Keine Selbstverständlichkeit, wie ich meine. Als Thema für ein Gespräch beim Kaffeeholen aber durchaus geeignet.

Holt Euch eine schöne Adventszeit! Macht Euch Euer Do-it-yourself-Weihnachten!

PS: Bezügl. Proberaum: Wir suchen noch immer einen geeigneten Proberaum möglichst im Norden Berlins und gehen jedem Hinweis gewissenhaft nach!

2 Gedanken zu „Allem zum Trotz – mein Weihnachten gehört mir“

  1. Ja.das ist auch für mich eine tolle Zeit, auf die ich mich auch immer freue (trotz fehlender christlicher Bindung). Vor allem seitdem ich hunderte von Kilometern von meiner Familie entfernt wohne, ist es die Jahreszeit, in der man sich Zeit für die Familie nimmt, alle Verwandten mal wieder trifft.
    Ich freue mich auch schon sehr!

  2. Ich hoffe, daß ist auch immer noch so. Trotz aller müdigkeitsbedingter, arbeitsbelasteter internen Zankereien.
    Weihnachten ist toll, ich liebe meine Familie, Räuchermännchen, Kerzen, Plätzchenbacken. Und nur Familie, Freunde, Spaziergänge und Spiele-Abende.

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